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Julia I. und Hubert II. tanzten bei der Inthronisation ihren ersten Prinzenwalzer. 

Inthronisation in Fahrenzhausen

Regieren mit einem vier Kilo schweren Rathaus-Schlüssel

Fahrenzhausen - Die Großen sind auf dem „Highway to Rock“, die Kleinen feiern die „Macht der Magie“: In Fahrenzhausen übernahm am Freitagabend der Faschingsverein die Regentschaft. Hubert II. und Julia I. sind die neuen Machthaber.

Freitag, 8. Januar 2016, 21.20 Uhr: Nach vier Tanzrunden mit Dolce Vita geht’s in der wieder einmal restlos ausverkauften Mehrzweckhalle zu Fahrenzhausen los mit der Inthronisation. Und nicht viel später ist es dann Realität: Bürgermeister Heinrich Stadlbauer übergibt den kleinen Rathausschlüssel an das Kinderprinzenpaar Maximilian I. und Katharina I., überreicht den großen, immerhin vier Kilogramm schweren Schlüssel an Hubert II. und Julia I. Stadlbauer tut sich leicht, das Symbol der Macht abzugeben, denn schließlich sei der Faschingsverein Kammerberg-Fahrenzhausen dafür zuständig, dass Fahrenzhausen „zu einem der wichtigsten Zentren des Faschings im Landkreis“ werde. Dass mit Hubert II. ein Mann aus Maisteg den Schlüssel erhalte, sei außerdem ein gutes Beispiel für „interkommunale Zusammenarbeit“, betont Stadlbauer.

Und Julia I. könne man eh keinen Wunsch abschlagen, ihr, der „Strahlefrau aus Freising“. Jetzt sei ihm auch klar, spöttelt Stadlbauer, dass in der Stadt Freising der Fasching nicht so recht in Schwung kommt. „Schließlich wollen alle schönen Mädels bei uns tanzen.“ Und wie sie tanzen! Nicht nur das Prinzenpaar versetzt das Ballpublikum mit seinem Walzer in Verzückung, schon die Garde hat mit ihrem Marsch für Jubel und Begeisterung gesorgt. Und das völlig zu recht, denn mit welcher Synchronität, wie zackig und mit welch vielfältigen Formationen die 13 Gardemädels den ersten Auftritt der Saison absolvieren, das ist schon Spitzenklasse.

Bilder von der Inthronisation in Fahrenzhausen

Zuvor hat bereits der Nachwuchs bewiesen, dass einem um den Fasching in Fahrenzhausen nicht bange sein muss: 14 Marschmädels und das Kinderprinzenpaar lösen schon beim offiziellen Teil ihr Versprechen ein: „Heit werd’s bei uns magic sei.“ Und das gilt erst recht für den Showteil, bei dem dann auch die Glitzerburschen mit von der Partie sind. Neben den Ordensverleihungen gibt es auch zwei besondere Ehrungen: Mit dem Holznarr, der höchsten Auszeichnung des Faschingsvereins Kammerberg-Fahrenzhausen werden Ex-Präsident Daniel Stadler und Alessa Patock geehrt, die seit zehn Jahren Gardemädel ist. „Sorgt dafür, dass nicht alles so ernst genommen wird“, hat der Bürgermeister an das Prinzenpaar appelliert. Und die Narren halten sich daran: Der Showteil ist nach der schwungvollen Vorstellung der Teeniegarde nicht nur eine einzige Demonstration von Tanzakrobatik, Kondition und Anmut, sondern macht vor allem auch beim Zuschauen gute Laune. Jetzt ist man in Fahrenzhausen vier Wochen lang auf dem „Highway to Rock“.

Andreas Beschorner

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