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Am Ende hat sie das gute Stück doch rausgerückt: Obwohl Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt den Rathausschlüssel eigentlich gar nicht hergeben wollte, hat sie ihn am Ende doch an Christian I. und Tanja II. übergeben.

Faschingsbeginn in Moosburg

Närrische Tage mit Gänsehaut-Faktor

„Startbahn frei!“ rief die Prinzessin ihrem Volk zu. „Schwerelos in den Fasching abheben“, wollen Christian I. und Tanja II. Bei der Inthronisation am Samstagabend in der Stadthalle übernahm das neue Prinzenpaar die Herrschaft über Moosburg.

Glaubt man Bürgermeisterin Anita Meinelt, so soll die Moosburger Faschingsgesellschaft „die weltbeste Narrhalla“ sein. Rund 120 Mitwirkende sorgten zumindest am Samstag in der Stadthalle dafür, dass der Machtwechsel von Florian I. und Monika I. auf das neue Herrscherpaar reibungslos und unterhaltsam über die Bühne ging: Allerdings nur für etwas mehr als einen Monat dürfen sich Christian I. von Bausanierung und Renovierung und Tanja II. aus dem Neustadtreich Regenten der Dreirosenstadt nennen. Denn in diesem Fasching gilt laut Prinzessin das Motto: „In der Kürze liegt die Würze.“

Die Garde

Der Fasching in Moosburg ist heuer blau: Die Hofdamen in blau, das Prinzenpaar sowieso, der Thron auch und die Garde ebenfalls – das war das einheitliche Bild, das der Hofstaat abgab. Vor der offiziellen Inthronisation, bei der einer alten Moosburger Tradition folgend Florian I. und Monika I. mit ihren Nachfolgern den Platz tauschten, und das Zepter übergeben wurde, hatte bereits der Nachwuchs der Narrhalla für Stimmung gesorgt. Die Little Dream Hoppers tanzten und sprangen zum Motto „Over the rainbow – Im Land am Ende des Regenbogens“, dass es eine wahre Freude war. Die Funky Dancing Teens boten erst einen klassischen Gardemarsch und dann eine ebenso gekonnte Showtanzeinlage. Ihr Motto: „Kölle Alaaf - Moosburg Helau“.

Und dann kamen sie: die Elfer, der Hofstaat, die Garde und das Prinzenpaar. Meinelt, die noch überlegt hatte, ob es sich überhaupt lohne, den Schlüssel für so kurze Zeit abzugeben, ließ sich dann doch überreden. Und so versicherte zum einen das neue Herrscherpaar in seiner Antrittsrede, dass es „kein Fasching to go“ werde, sondern närrische Tage „mit Gänsehaut-Faktor“ – vielleicht schon bei Damisch Moosburg (am 4., 5. und 6. Februar).

Die Ex-Prinzen huldigten dem Prinzenpaar als Bauarbeiter-Trupp, der nicht nur Zoten und Witze riss, sondern zum Abschluss auch noch politisch korrekt „Schaffe, schaffe, Schwimmbad baue!“ sang. Wieso das Motto des Gardemarsches „Einer für Alle, Alle für einen“ lautete, war schnell klar: 14 hübsche Musketiere mit Degen erfreuten die Ballbesucher, sorgten mit ihrem zackigen, schwungvollen, synchronen und formationsreichen Auftritt für ein echtes Highlight. Und selbstverständlich waren danach ebenso alle Augen auf die Tanzfläche gerichtet, als Christian I. und Tanja II. zum ersten Mal ihren Prinzenwalzer aufs Parkett zauberten. Dass es mit „The Black Pearl“ die Titelmusik aus „Der Fluch der Karibik“ war, zu der die Regenten über die Tanzfläche schwebten, hat sicherlich keine symbolische Bedeutung. Und während draußen der erste Schnee des Jahres fiel, gab es um Mitternacht in der Moosburger Stadthalle „Summer Feeling“. Das war das Motto der Prinzenpaar-Einlage mit acht Tanzpaaren, die den Abschluss der Inthronisation bildete.

Dass zu Klängen von Daily News noch lange weiter getanzt wurde, versteht sich von selbst. Denn auch wenn es für die Faschingssaison 2016 zutrifft, für diesen Abend galt die Devise „In der Kürze liegt die Würze“ nicht.

Andreas Beschorner

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