Die Nummer 1 ist im Landkreis Freising der Feldsperling. ft

Der Feldsperling ist der Überflieger

Freising - Im Landkreis Freising haben sich heuer 464 Vogelfreunde an der Aktion „Stunde der Wintervögel“ des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) beteiligt und zählten dabei 14 243 Vögel. Dabei flog der Feldsperling auf den Spitzenplatz: 2788 mal wurde er im Landkreis gemeldet, gefolgt von der Kohlmeise (1873 Meldungen) und dem Haussperling (1764).

Bayernweit sicherte sich die Kohlmeise, anders als bundesweit, den Spitzenplatz vor dem Vorjahreszweiten Feldsperling - in Freising ist es also gerade anders herum. Für ein erfreuliches Ergebnis sorgte bayernweit der Stieglitz. Der Vogel des Jahres 2016 landete auf Platz 13 und wurde mehr als doppelt so häufig gezählt wie in den Vorjahren. In Freising aber landete der Stieglitz auf Platz 18.

Auch einigen anderen Vogelarten verhalf der lange Sommer zu einem höheren Bruterfolg und somit zu mehr Jungvögeln. Dies führte zu einer Invasion von Erlenzeisigen aus Nord- und Nordosteuropa, so dass der kleine, gelbgrün-gestreifte Finkenvogel acht Mal mehr gezählt wurde als 2015. „Besonders viele wurden dabei im Südosten Bayerns beobachtet, wo es der Erlenzeisig in manchen Landkreisen sogar unter die drei häufigsten Vögel schaffte“, berichtet Hans-Jürgen Unger, stellvertretender Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Freising. Im Landkreis Freising landete der Erlenzeisig auf Platz 8 mit 592 Meldungen. Auf dem Vormarsch ist auch der früher extrem seltene Silberreiher. Im Landkreis Freising wurden immerhin 20 der eleganten großen Reiher gemeldet. Obwohl die Silberreiher also immer mehr werden, brüten sie aber noch nicht bei uns. „Warum das so ist, wissen wir immer noch nicht“, so Unger.

In Bayern wurden im Schnitt 40 Vögel pro Garten gezählt.In Freising lag dieser Wert bei 43.

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