20 Nationen stellen sich vor

"Fest der Kulturen" mit fantastischer Programmfülle

Eching - Dass in Eching die ganze Welt zu Hause ist, stellte kunterbunt das erste „Fest der Kulturen“ unter Beweis - das viel Raum für Begegnungen bot.

Ein internationales Festes der Kulturen zu feiern, sei in diesen Zeiten einfach nötig geworden, stellte Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des veranstaltenden Kulturforums, bei der Begrüßung Hunderter von Gästen fest. Zur Eröffnung am Morgen fanden sich, allen voran, die Echinger Kindergartenkinder ein, viele in bayerischer oder ihrer Nationaltracht. Sie brachten neben blumengeschmückten Bollerwagen Flaggen und Fähnchen mit und „pflanzten“ daraus einen üppigen Nationenstrauß - ein schönes Bild: In Eching sind über 2300 Mitbürger aus 90 verschiedenen Herkunftsländern daheim.

Für die fantastische Programmfülle zeichneten maßgeblich einheimische Kräfte mit ausländischen Wurzeln verantwortlich. Wobei über 20 verschiedene Nationalitäten repräsentiert wurden. Und dies ganz bewusst trotz oder auch gerade wegen des schrecklichen Amoklaufes des Vorabends in München. Eching sei von Alters her und von Natur aus multikulti, so Schmidtchen in ihrer Festrede. „Es ist schön, in so einer Heimat zu leben!“

Was und vor allen Dingen wer diese Heimat bereichert, zeigten vor allen Dingen die jüngsten Akteure: Echings Kinder. Einen vielsprachiger Weckruf im Kanon steuerte die Grundschule Nelkenstraße bei. Zur Belohnung gab es im Gegenzug ein opulentes Kinderprogramm, bei dem alle voll auf ihre Kosten kamen, und das fast ausschließlich kostenlos: Sei es beim Kindertheater mit dem Froschkönig, bei der kniffligen Kulturfest-Rallye, bei Spielen von Anno-dazumal und aus aller Welt, beim Gestalten von Buttons, Gesichterschminken oder Pünktchen-Malerei.

Zu kaufen gab es bemalte hölzerne Kulturbausteine, die ebenso wie die Versteigerung der bunt geschmückten Bollerwagen dem Kulturforum zugute kommen werden. Mit Informationsständen vertreten waren Irland, die Türkei, Tschechien und die Ukraine. Musikalisch, tänzerisch, künstlerisch, kulinarisch und sportlich ging es auf Weltreise rund um den Globus, dank der Beiträge der Musikschule, Musikverein St. Andreas, Magdalenenchor, Tanzclub, den Highway-Nine Line-Dancern, SCE, TSV Eching, Rope-Skippern und orientalischen Tänzerinnen der Vhs.

Eigens und in eigener Tracht angereist war eine Delegation aus Echings ungarischer Patengemeinde Majs. „Very British“ ging’s beim „Dinner for one“ im Kellertheater zu, bei der Familienmusik Servi dagegen „bavariös“. Bravourös entführen Gesangs- und Instrumental-Solisten und Ensembles in die internationale Klassik - ebenso wie in die Mongolei, nach Japan, Indien, England, Frankreich oder Venezuela.

Ein schönes Symbol für ein facettenreiches Miteinander stellt eine imposante „Mosaikstele der Freundschaft“ dar, eine Idee von Margret Lösch. Im Nachgang des Kulturfestes wird das Gemeinschaftskunstwerk mit den von den Besuchern mitgebrachten landestypischen Dekoteilen zu einem kunstvollen Ganzen zusammengefügt.

Wie grenzüberschreitend und international insbesondere auch Musik ist, demonstrierte die Folklore-Band Cara, die wetterbedingt ins rappelvolle Bürgerhaus ausweichen musste. Die fünf Musiker haben sich sehr erfolgreich der irischen Folkmusik mit Akkordeon, Geige, Dudelsack, Gitarre und Rahmentrommel verschrieben.

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