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Interview mit der Organisatorin

Fest der Nationen: „Es kommen sehr viele Gäste von außerhalb“

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Es gehört zu Allershauen wie die Kirche St. Josef und die Glonn: das Fest der Nationen. Auch in diesem Jahr findet es wieder statt. Wir haben uns mit Luciana Ciccarella, der Vorsitzenden der Nachbarschaftshilfe Allershausen, unterhalten.

-Um 12 Uhr geht es am Sonntag am Schulhof und in der Aula der Schule los. Das Fest der Nationen – eine Erfolgsgeschichte?

Ja, ganz sicher. Das hat 1992 ja ganz klein begonnen, als die ersten Asylbewerber nach Allershausen gekommen sind. Und heute? Heute ist es nicht mehr wegzudenken.

-Wie groß ist der Organisationsaufwand?

Das ist schon – auch noch nach 25 Jahren – sehr sehr aufwändig. Wir beginnen schon im November, Gruppen zu organisieren und engagieren. Das Fest hat also neun Monate Vorlaufzeit. Wissen Sie, ich sage jedes Jahr, dass ich es nicht mehr mache, aber . . .

-Gibt es denn zum Jubiläum etwas Besonderes?

Nein, eigentlich nicht. Es wird wie immer ein bunt gemischtes Rahmenprogramm mit verschiedenen Musik- und Tanzgruppen geben. Im Zentrum stehen die kulinarischen Spezialitäten aus vielen Ländern. Und später gibt es dann Kaffee und Kuchen, Tombola und Kinderspiele.

-Wie beeinflusst die Situation und Lage mit den Flüchtlingen das Fest der Nationen?

Selbstverständlich hat das Auswirkungen. Wir versuchen nämlich – und das gelingt uns ziemlich erfolgreich –, die Flüchtlinge und Asylbewerber in das Fest zu integrieren. Wir fordern sie auf, zu kommen und ihre nationalen Gerichte vorzustellen und anzubieten. Die Stände mit Essen aus Afghanistan, Syrien und Nigeria sind solche von Asylbewerbern.

-Wie ist die Reaktion der Bevölkerung auf das Fest der Nationen?

Es kommen sehr, sehr viele Gäste von außerhalb. Es wäre schön, wenn noch mehr Allershausener, also Einheimische, vorbeischauen und gemeinsam feiern würden. Dennoch: Wir stellen immer 60 Biertischgarnituren auf. Und die sind die meiste Zeit über voll besetzt.

-Freuen Sie sich schon auf Sonntag?

Ja, sehr. Und noch mehr freue ich mich, wenn uns Petrus gutes Wetter beschert.

Interview: Andreas Beschorner

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