Ein Fest für das traditionelle Liedgut

Langenbach - Hans Huber, der Leiter des dritten Frühjahrssingens des Männerchores Langenbach, kann sich auf die Schulter klopfen: Er hat mit der Zusammenstellung der Gastchöre für eine enorme Vielfalt gesorgt.

Die Gastgeber stellen die romantischen Stücke vor, die seit jeher mit klassischen Männerchören verbunden werden: „Im schönsten Wiesengrunde“ oder „Ich stehe im Waldesschatten“, wobei gerade letzteres vielleicht etwas gefühlvoller hätte vorgetragen werden können.

Der Männergesangverein „Einigkeit“ Giggenhausen wartete mit komplizierteren, schwer zu singenden Arrangements auf. „Meines Großvaters Uhr“ erforderte viel Konzentration. Mit dem Operettensatz „Ach ich hab in meinem Herzen“ stießen die Giggenhausener noch weiter in das klassische Liedgut vor, bevor der Kirchenchor Langenbach als einziger gemischter Chor mit „Kommt ihr G’spielen“ von Melchior Frank für einen künstlerischen Höhepunkt sorgte. Der enorm anspruchsvolle Satz gelang fehlerfrei.

Der Männergesangverein Bruckberg bildete einen ganz eigenen Schwerpunkt: Deutsches Liedgut ja, aber wenn, dann bitteschön bayerisches! Mit Franz Krontaler am Akkordeon spielten die Niederbayern munter auf und hatten ein Lied namens „Unser Nachwuchs“ im Gepäck. Sehr passend, denn das könnten die Männerchöre allesamt gut vertragen, wie Vorsitzender Hans Schimpfle in seiner Begrüßung andeutete. Stark in allen Pausen: Das Duo Pichlmeier mit Zetti Hermann (Mauern) und Sepp Pichlmeier (Bruckberg). Die zwei Vollblutmusiker an der Diatonischen sorgten für viel gute Laune. Die hatte übrigens auch Christa Summer dabei, die von einer wesentlichen Bereicherung des Langenbacher Kulturlebens sprach und den ersten Bürgermeister entschuldigte. Der sei mit einer Delegation im Elsass, zur Fortbildung, wie sie betonte. Das mochte aber – das fröhliche Gelächter zeigte es – nicht jeder glauben.

Singen mussten die Gäste erwartungsgemäß aber auch: „Kein schöner Land“ bildete den Abschluss des offiziellen Teils.

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