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Hörgenuss: Der Domchor, das Domberg-Kammerorchester und Gesangssolisten unter der Leitung von Wolfgang Kiechle waren perfekt aufeinander abgestimmt.

Festkonzert voller Glanzpunkte

Freising - Es war der Höhepunkt der diesjährigen Dommusik-Reihe: Das Festkonzert am Samstag im Dom setzte viele Glanzpunkte.

Wenn Kirchenmusikdirektor Wolfgang Kiechle den Domchor, das Domberg-Kammerorchester und Gesangssolisten im Mariendom vereint, dann ist das alle Jahre wieder der Höhepunkt der Freisinger Dommusik. Der Samstag war im Jahr 2013 der Tag, an dem der geistlichen Musik auf diese Weise gehuldigt wurde. Und auch wenn ein Werk „Messe in der Bedrängnis“ hieß, gerieten die Protagonisten niemals in Bedrängnis. Ganz im Gegenteil.

Man nennt sie die „Nelsonmesse“. Eigentlich heißt sie aber „Missa in Angustiis“, stammt von Joseph Haydn und bedarf eines Orchesters, eines Chors und vier Solisten. All das hatte das Festkonzert der Freisinger Dommusik zu bieten. Eigentlich würde es genügen, den Allegro-Teil des „Gloria“ zu würdigen: Denn schon zu diesem frühen Zeitpunkt war klar, dass das Zusammenspiel und die Abstimmung zwischen Chor und Solisten beeindruckend präzise und außergewöhnlich exakt ist. Diese Qualität der Aufführung hielten die Musiker auch durch - bis zum „Agnus Dei“, das das Quartett der Gesangssolisten beeindruckend inszenierte und dem der Chor mit dem abschließenden „Dona nobis pacem“ einen Glanzpunkt aufsetzte. Auch das mit großem Bombast intonierte „Amen“ zum Abschluss des „Credo“ entging der latenten Gefahr, zu einem lauten, aber undefinierbaren Klangbrei zu verkommen. Aber nichts anderes ist man von Domchor und Domberg-Kammerorchester ja gewohnt. Und von den Solisten auch nicht: Beate Hariades (Sopran), Cornelia Lanz (Alt), Sebastian Schäfer (Tenor) und Thomas Hamberger (Bariton) machten Haydns Komposition endgültig zu einem fulminanten Hörerlebnis.

Dasselbe galt für das zweite große Werk der Musica Sacra, das an diesem Abend aufgeführt wurde: Carl Philipp Emanuel Bachs „Magnificat in D-Dur“ - ein gelungener Kontrast zu der D-Moll-Messe Haydns. Die diversen Arien und Chorpartien, aus denen das Werk besteht, konnten in ihrer Interpretation voll überzeugen und zogen das Publikum in ihren Bann.

Dass beiden Werken ein souverän agierendes Orchester und Angelika Sutor an der Orgel klangliche Tiefe und intensiven Ausdruck verschafften, ist bei Aufführungen der Freisinger Dommusik zwar Usus, aber trotzdem immer wieder imponierend. (zz)

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