Langjährige Aktive der FFW Hallbergmoos geehrt: (v. l.) Kreisbrandrat Heinz Fischer, Harald Reents (20 Jahre), Bernhard Kratzer, Walter Schreck (beide 40 Jahre), Markus Knell, Richard Busl, Ingo Gössl (alle 25 Jahre) und Kreisbrandmeister Reinhold Jasch. Foto: Oestereich

Feuerwehr braucht mehr Platz

Hallbergmoos - Die Feuerwehr erfüllt eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Ehrenamtlich, bei Tag und auch mitten in der Nacht. Doch es fehlt oftmals an Akzeptanz - und vor allem an Nachwuchs. Dies wurde beim Jahrestreffen der Feuerwehr Hallbergmoos einmal mehr deutlich. Nun will man verstärkt um junge Kräfte werben.

„Der Dienst am Nächsten ist wertvoll und macht auch noch Spaß“, betonte Bürgermeister Harald Reents, der selbst seit 20 Jahren aktiver Feuerwehrmann ist. Tatsächlich wird jede Hand gebraucht. Denn Arbeit und Anforderungen wachsen zusehends, wie Kommandant Walter Schreck im Jahresbericht aufzeigte: 2015 brachten es die Feuerwehrfrauen und -männer auf insgesamt 237 Einsätze, Übungen und Ausbildungsmaßnahmen, die sie alles in allem 4262 Stunden beschäftigten. Bei insgesamt 98 Einsätzen (941 Stunden) galt es zwölf Brände (190 Stunden) zu löschen, in 38 Fällen technische Hilfe zu leisten (405 Stunden) und acht Sicherheitswachen (104 Stunden) zu übernehmen.

„Die Drehleiter hat sich bewährt, besonders bei Sturmschäden und Personenrettungen aus Gebäuden“, so Schreck. Allerdings gab’s auch 31 Mal „falschen Alarm“, überwiegend im Gewerbegebiet. Zur Flüchtlingsunterkunft rückte man, wie der Kommandant berichtete, 13 Mal aufgrund von Fehlalarmen aus. Mit Übungen, Jugendarbeit und Gerätepflege, Versammlungen und Besprechungen war man 148 Mal (3321 Stunden) beschäftigt. Großen Anteil am hohen Übungsaufkommen (38 / 1625 Stunden) hatten, so Schreck, die Schulungen am neuen Drehleiterfahrzeug.

Wenn der Bauhof im Herbst umzieht, steht die Gerätehauserweiterung im Fokus: „Wir brauchen den Platz dringend“, so Schreck. Um Ideen zu sammeln und Nutzungskonzepte für die frei werdenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gemeindesaals zu entwickeln, wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Auch über einen Ersatz für den Kommandowagen werde, so Rathauschef Reents, noch zu reden sein.

Um den Feuerwehren „ein wenig Last abzunehmen“, hat die Kommune nun die Stelle eines hauptamtlichen Gerätewarts eingerichtet. Neuer Ansprechpartner im Rathaus wird Michael Kirmayer sein, der im April seine Arbeit als Leiter der Abteilung „Sicherheit“ aufnimmt.

Wann das ausgemusterte Katastrophenschutzfahrzeug des Bundes ersetzt wird, konnte Kreisbrandmeister Heinz Fischer noch nicht sagen. Positiv vermerkte der Feuerwehrchef des Landkreises die Einführung des Digitalfunks, die modulare Truppausbildung (MTA) und die Ergänzung des Kreisausbildungszentrums in Zolling durch ein Containeranlage (für die Atemschutzausbildung), die eine „hervorragende Ausbildung“ möglich mache. Sein Dank galt Landrat, Bürgermeister und Aktiven fürs Engagement.

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