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Feuerwehr Haag: Stellplätze für den Notfall dringend gesucht - Vorschlag abgelehnt

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Der Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe des Haager Feuerwehrhauses müsste verkleinert werden, um im Einsatzfall die für die Feuerwehr so dringend benötigten Stellplätze schaffen zu können. Im Gemeinderat fand sich dafür keine Mehrheit. Die Suche nach einer Lösung des Problems geht also weiter.
Der Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe des Haager Feuerwehrhauses müsste verkleinert werden, um im Einsatzfall die für die Feuerwehr so dringend benötigten Stellplätze schaffen zu können. Im Gemeinderat fand sich dafür keine Mehrheit. Die Suche nach einer Lösung des Problems geht also weiter. © Martin

Rückt die FFW Haag zu einem Einsatz aus, finden die Freiwilligen oft keinen Parkplatz am Feuerwehrhaus. Die Einsatzkräfte hatten einen Vorschlag - und scheiterten damit.

Haag – Zugunsten von sieben Parkplätzen für die Freiwillige Feuerwehr Haag soll der Kinderspielplatz an der Plörnbacher Straße verkleinert werden. Ein entsprechender Antrag der Wehr wurde in der Gemeinderatssitzung nach teils sehr emotional geführter Diskussion mit 7:7 Stimmen abgelehnt.

Dass die am Feuerwehrhaus ankommenden Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher abstellen und verlassen könnten, um so schnell wie möglich ausrücken zu können, das sei bei den Kameraden schon immer ein Problem gewesen, sagte Bürgermeister Anton Geier. Im Gegensatz zu den Feuerwehrhäusern in den Ortsteilen verfüge das Gerätehaus an der Plörnbacher Straße über keine eigenen Stellplätze. Bisher haben die Floriansjünger ihre Autos immer am Randstreifen geparkt. Doch dort habe sich die Situation in den vergangenen Jahren verschlechtert – immer öfter seien die Randstreifen zugeparkt gewesen. Ein Unding, wenn es schnell gehen müsse. Bei Einsätzen zähle ja bekanntlich jede Sekunde, die die Feuerwehrler früher am Einsatzort ankämen, so Geier.

Dauerparker sind ein großes Problem für die Feuerwehr

Eine Parkverbot-Zone, die man vor einigen Jahren entlang der Seitenstreifen habe aufbauen lassen, sei rechtlich nicht haltbar gewesen. Daher habe man diese wieder abbauen müssen. Seither werde der Bereich von Dauerparkern besetzt. Im Rahmen einer Ortseinsicht und einer anschließenden Besprechung mit der Haager Feuerwehr seien Lösungsmöglichkeiten erarbeitet worden, betonte der Bürgermeister. Im Bereich des bestehenden Spielplatzes sieben Senkrechtparker zu situieren, sei allen Beteiligten als optimal erschienen. Denn auch wenn der Kinderspielplatz ein wenig an Fläche verlieren würde, so bestehe doch die Möglichkeit, diesen mit weiteren Spielgeräten attraktiver zu gestalten.

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Dem konnten einige Räte nichts abgewinnen. „Wie wäre es, wenn man den Feuerwehrlern den nahe gelegenen Bauhof zum Parken zur Verfügung stellen würde, schlug Gemeinderätin Monika Arzberger vor. Für den schnellen Zugriff bei Einsätzen sei das indiskutabel, meinte Geier. „Das ist im Notfall viel zu weit, um zeitnah den Eingang des Feuerwehrhauses zu erreichen.“ Gemeinderätin Elisabeth Maier gestand, dass sie ein „komisches“ Gefühl habe, wenn „Autos den Kindern den Platz zum Spielen“ wegnähmen.

Klaus Reiter (UB) meinte, dass die Qualität von Spielplätzen nicht von der Größe abhänge. Schließlich sei doch daran gedacht, die Fläche noch aufzuwerten. Benedikt Flexeder und Monika Arzberger (CSU) brachten die Idee ins Spiel, die Parkplätze um „90 Grad zu drehen“. Da solle man nochmals ein gestalterisches Auge darauf werfen, so Arzberger. Sicherlich stehe man als Gemeinde in Verantwortung zur Feuerwehr, aber auch in Verantwortung für die Gestaltung des Ortes. Dass die vorgeschlagene Parkplatz-Variante entlang der Plörnbacher Straße die günstigste Variante sei, das dürfe man doch nicht außen vor lassen, meinte Geier. Eine weitere gestalterische Planung koste viel Geld.

Abwertung für den Spielplatz

Christian Engel (CSU) meinte, dass eine Installierung der Parkplätze an vorgesehener Stelle „abwertend“ für den Spielplatz sei. Mit einem Stimmenpatt (7:7) gaben die Räte den von der Feuerwehr gewünschten Stellplätzen kein grünes Licht. Für das Einvernehmen wäre eine Stimmenmehrheit nötig gewesen.

Maria Martin

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