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Geehrt wurden die Jubilare (ab 2. v. l.) Gottfried Brand (seit 40 Jahren bei der Feuerwehr Kranzberg), Johann Bäuml (60 Jahre) und Martin Hüberl (10 Jahre) von Bürgermeister Herrmann Hammerl (l.), Kommandant Erich Frank (3. v. r.), Vize-Kommandant Michael Stolperl (r.) und 2. Vorsitzendem Herbert Lährl (2. v. r.).

Jahreshauptversammlung

Feuerwehr Kranzberg: In zwei Jahren endet die Ära Frank

Kranzberg - Bei der Freiwilligen Feuerwehr Kranzberg ist die Welt weitgehend in Ordnung. Auch dank des Kommandanten Erich Frank. Doch der hat schon seinen Abschied im Auge.

Klang da ein bisschen Wehmut mit in den Worten von Erich Frank, als er in seiner Bilanz für 2015 auch einen Blick nach vorne richtete? 2018 gehe seine 1994 begonnene Kommandanten-Ära zu Ende, erinnerte Frank seine FFW-Kameraden bei der Jahreshauptversammlung im Metzgerwirt. Er habe damals ein neues Feuerwehrhaus übernommen. Seinem Nachfolger würde er ebenfalls gerne ein intaktes Gerätehaus übergeben, sagte er. Denn nach 25 Jahren, solange existiert das Gebäude bereits, habe es doch deutliche Schwachstellen und Mängel. Um den Nachwuchs muss ihm hingegen nicht bange sein. Eine 2015 neu gründete Jugendgruppe mit neun Burschen ist für die Kranzberger Wehr ein guter Grundstock für die personelle Zukunft. Nackte Zahlen präsentierte Schriftführer Henry Markwardt der Versammlung. 62 Mitglieder, davon 43 aktive, kamen im Jahr 2015 auf 3910 Stunden bei Einsätzen und Übungen. Dazu zählten 29 Einsätze, 24 Übungen und sieben Schulungen. 75 Mal wurde am Gerätehaus oder an der Ausrüstung gearbeitet, fünf Dienstversammlungen bildeten neben administrativen Aufgaben das Gros der abgeleisteten Stunden. Markwardt berichtete von Fortbildungen im neuen Digitalfunk und so verschiedenen Einsätzen wie das Ausleuchten einer Hubschrauberlandeplatzes, dem Brand eines Weidezauns und das Ausrücken wegen eines angebrannten Mittagessen. Kassenwart Rudi Wildgruber präsentierte Zahlenkolonnen ohne Ende, aber es kam und kam kein Plus heraus. Immerhin: „Finanziell stehen wir nicht so schlecht da.“ Wildgruber sagte das mit Blick auf die Reserven auf den Konten. Kommandant Erich Frank nahm die Berichte seiner Vorstandskollegen zum Anlass, darauf hinzuweisen, „dass man sich auch mal was leisten soll“. Er sprach von einem „relativ ruhigen Jahr“, allerdings habe es in den ersten sechs Monaten viele ärgerliche Fehleinsätze gegeben: „Da hockst scho im Auto drin und dann hoaßt’s: Jetz’ brauch ma eich nimma’.“ (Noch) keine Probleme hat die Kranzberger Feuerwehr mit der Tages-Alarmstärke, da viele Floriansjünger am Ort beschäftigt seien, und die Arbeitgeber ein Verständnis für Feuerwehr-Männer im Einsatz zeigen würden. „Aber wie schaut das in zehn Jahren aus?“ Bürgermeister Hermann Hammerl jedenfalls lobte die Kranzberger Wehr: „Die Zahlen sprechen für sich“. Die Welt sei bei der Wehr in Ordnung, was auch darin sichtbar sei, dass das Dorfleben nicht zu kurz komme. „Macht’s weiter so“. Er dankte den Floriansjüngern für ihre stete Einsatzbereitschaft und fand die schönen Worte: „Die Freiwillige Feuerwehr ist so was wie eine Haftpflichtversicherung für die Gemeinde.“

Heinz Mettig

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