+
Ende einer Ära: Nach vielen Jahren muss die pilzförmige Thalhausener Feuerwehrsirene vom Dach dieses Anwesens an der Herrnstraße weichen.

Für eine Lösung ist bis Ende des Jahres Zeit

Feuerwehr Thalhausen: Sirene sucht neues Zuhause

  • schließen

Kranzberg – Viele Jahre lang stand die Sirene der Feuerwehr Thalhausen auf dem Dach eines Privathauses. Doch nun hat der Besitzer des Gebäudes andere Pläne – und die Gemeinde muss ausrücken, um einen neuen Ort für die Alarmanlage zu finden.

Seit Jahr und Tag befindet sich die Sirene der Feuerwehr Thalhausen auf dem Dach eines Privatanwesens an der Herrnstraße. So lange schon, dass sich weder der Kommandant der Feuerwehr noch der Geschäftsführer im Rathaus daran erinnern können, wann die Alarmanlage dort positioniert wurde. Klar ist, dass die dort nicht mehr lange sein wird. Denn dem Besitzer des Hauses geht sie inzwischen im Weg um. Wie Klaus Burgstaller, Geschäftsleiter im Kranzberger Rathaus, dem Gemeinderat am Dienstagabend berichtete, will der Mann sein Dach erneuern und ausbauen. „Er hat, wie andere auch, steigenden Wohnraumbedarf und uns deshalb mitgeteilt, dass wir einen anderen Ort für die Sirene finden müssen.“

Bis Jahresende hat die Gemeinde Zeit, eine Lösung zu finden. „Doch das gestaltet sich nicht so einfach“, berichtet Burgstaller dem FT. Die naheliegende Lösung, die Alarmanlage einfach auf das Feuerwehrhaus draufzupacken, sei aus topografischen Gründen ungünstig, sagt der Geschäftsleiter. „Denn das Feuerwehrhaus liegt im Tal, und da ist es natürlich ein akustisches Problem, dass alle Betroffenen die Sirene hören.“

Alternativen gibt es dennoch. Zum einen hat sich ein Privatmann einverstanden erklärt, der Sirene auf seinem Grundstück ein neues Zuhause zu geben: Er bietet das Dach eines Nebengebäudes als Standort an.. „Da klären wir gerade, ob das funktionieren kann“, sagt Burgstaller. Zum anderen könnte die Anlage aber auch auf einer öffentlichen Fläche an der Herrnstraße aufgebaut werden. Dann müsste allerdings ein Masten errichtet werden – etwa in der Größe einer Straßenlaterne, wie der Geschäftsleiter mitteilt.

Florian Jositz, Kommandant der Feuerwehr Thalhausen, ist es eigentlich egal, wo die Sirene positioniert wird – „Hauptsache, wir finden einen Standort“. Wobei: „Lieber wäre es mir eigentlich schon, wenn sie auf ein Dach kommt.“ Allerdings würden Sirenen nach Angabe der Hersteller heutzutage zu 80 Prozent auf Masten installiert.

Keine Option ist es, nur auf die sogenannte „stille Alarmierung“ zu setzen, bei der die Feuerwehrkräfte angepiepst werden. Burgstaller betont: „Wer eine Feuerwehr hat, braucht auch eine Sirene dazu.“ Entscheiden muss der Gemeinderat noch darüber, ob die alte Sirene weiterverwendet wird, oder ob eine neue Anlage her muss. Burgstaller tendiert zum Neukauf. „Denn die alte Sirene müsste auf jeden Fall überholt werden, und das kostet schon ein paar tausend Euro.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kleiner Finger steckt fest: Feuerwehr befreit Zweitklässler (8)
Seinen kleinen Finger hat ein 8-Jähriger am Mittwoch in seinen Schultisch eingeklemmt. Nach drei Stunden und mit Spezialwerkzeug hatten ihn die Feuerwehrler befreit.
Kleiner Finger steckt fest: Feuerwehr befreit Zweitklässler (8)
Aigner unterstützt U-Bahn-Verlängerung nach Neufahrn
Großer Bahnhof für CSU-Frontfrau Ilse Aigner: Erst trug sich die Ministerin für Wohnen, Bau und Verkehr ins Goldene Buch der Gemeinde Neufahrn ein, danach ging es zum …
Aigner unterstützt U-Bahn-Verlängerung nach Neufahrn
Fahranfängerin (18) reißt beim Tanken Gasschlauch aus der Verankerung
Rund 5000 Euro Schaden hat eine Schülerin in Freising beim Tanken ihres gasbetriebenen Autos verursacht. Vor dem Losfahren vergaß sie, den Schlauch zu entfernen.
Fahranfängerin (18) reißt beim Tanken Gasschlauch aus der Verankerung
Tierschutzverein feiert 25. Geburtstag und startet Mitmach-Aktion für alle
Die Eröffnung des lange ersehnten Tierheims im Juli ist nur eine der vielen Erfolge, die der Tierschutzverein Freising verzeichnen kann. Im November feiert der Verein …
Tierschutzverein feiert 25. Geburtstag und startet Mitmach-Aktion für alle

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.