Das Feuerwehrhaus kann gebaut werden

Kirchdorf - Endlich ein neues Feuerwehrhaus: Der Kirchdorfer Gemeinderat stimmte dem Bauprojekt zu – allerdings in einer reduzierten Fassung.

Grünes Licht für den Feuerwehrhaus-Neubau in Wippenhausen. Mit 15:0-Stimmen hat der Kirchdorfer Gemeinderat jetzt dem Bau des Feuerwehrhauses zugestimmt, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Damit bekommen auch die Sportschützen von „Schützenlust Wippenhausen“ wieder eine Heimat.

„Was lange währt, wird endlich gut“ – diesen Sinnspruch können sich die Wippenhauser jetzt auf die Fahnen schreiben. Nachdem das derzeitige Feuerwehrgerätehaus in keiner Weise mehr normalen Anforderungen entspricht, war schon vor Jahren die Forderung nach einem adäquaten Ersatz laut geworden. Überlegungen, das Haus auf dem benachbarten Grundstück des Wirts unterzubringen, zerschlugen sich, nachdem Kirchdorf das Areal – keine Mehrheit im Gemeinderat – nicht erwerben konnte. Auf der Suche nach einer geeigneten Fläche wurde man schließlich am westlichen Ortsrand von Wippenhausen fündig und man ging in die Planung. Es sollte ein Haus werden, in dem die Feuerwehr ihre Belange berücksichtigt fand, der Schützenverein sollte wie die Dorfgemeinschaft auch noch unterkommen, wenn die Gastwirtschaft einmal schließen sollte.

Bei allen Planungen war von Anfang an klar, dass Feuerwehr und Schützen mit Eigenleistungen die Kosten im Rahmen halten sollten. Die Dimensionierung des Hauses war aber nach den ersten Planungen unrealistisch groß, so dass seitens der Gemeinde die Bremse eingelegt wurde. Beim damaligen Stand wäre aber auch für die Schützen eine unverhältnismäßig hohe monatliche Belastung zustande gekommen – man sprach von 700 Euro monatlich.

Nach Gesprächen zwischen der Gemeinde, Bürgermeister Uwe Gerlsbeck, der Feuerwehr und den Schützen kam eine deutlich abgespeckte Fassung für das neue Haus auf dem Plan heraus. Die Kostenrechnung steht jetzt bei insgesamt 800 000 Euro und rund 1950 Kubikmeter Bauvolumen. Gerlsbeck: „Fast eine Halbierung.“ Für die Schützen errechnet sich damit eine monatliche Belastung von rund 400 Euro pro Monat über 25 Jahre. Bürgermeister Gerlsbeck ist sich aber sicher, dass diese Belastung durch die Eigenleistung des Schützenvereins deutlich geringer ausfallen wird. Vor dem Hintergrund der deutlich abgespeckten Fassung war es für die Gemeinderäte kein Problem mehr, in der Dienstagsitzung dem Projekt einhellig zuzustimmen.

Heinz Mettig

Rubriklistenbild: © dpa

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