Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

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Viel Applaus für das Trio der Nachwuchsfilmer Christine Memminger, Martin Moser und Sabine Cygan (v. l.), Unmutsäußerungen für FMG-Chef Michael Kerkloh. Schließlich sind normale Sonnenschirme in Attaching, sollte die Bahn kommen, nicht mehr erlaubt. Die Wirbelschleppen wären zu stark.

Filmpremiere in Attaching

Freising - „Sollten wir in München verlieren, ist der Kampf noch längst nicht beendet“, versicherte Grünen-MdL Christian Magerl den Attachingern am Dienstag in der Sporthalle. Dort wurde zum ersten Mal der Film „Flugroute: Attaching - Warum die Dorfbewohner die dritte Startbahn fürchten“ gezeigt.

„Zwei gewinnt!“ und „Keine Stadt ohne Land“ - mit diesen Slogans hatte Katharina Schulze, eine der Sprecherinnen des Münchner Bündnisses gegen die dritte Startbahn, die Attachinger schnell auf ihrer Seite. Die Chefin der Münchner Grünen und Vorkämpferin für den Bürgerentscheid war nicht die einzige Polit-Prominente, die am Dienstag in die Attachinger Sporthalle gekommen war, um die Premiere des Films „Flugroute: Attaching - Warum die Dorfbewohner die dritte Startbahn fürchten“ zu erleben. Unter den 250 Interessierten waren auch die Fürstenfeldbrucker Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer, Landrat Michael Schwaiger (FW) und OB Tobias Eschenbacher (FSM).

Gleich am Anfang regte man sich auf: Mit lautstarken Unmutsäußerungen wurden Aussagen von FMG-Chef Michael Kerkloh quittiert, dass es „ganz nüchtern betrachtet nur relativ Wenige“ seien, die von einer dritten Startbahn betroffen wären, und dass man Signale bekommen habe, die Kirche werde ihre Haltung, Grundstücke für die Startbahn nicht zu verkaufen und nicht zu tauschen, nach einem Pro-Startbahn-Urteil vor den Gerichten „überdenken“. Von den Journalistik-Studenten Sabine Cygan, Christine Memminger und Martin Moser waren diese Äußerungen Kerklohs bei einer Pro-Startbahn-Veranstaltung filmisch dokumentiert und in ihre Abschlussarbeit „Flugrouten“ eingearbeitet worden. Ansonsten kommen in dem Film „Oma Plötz“, Willi Ziegltrum und andere Attachinger zu Wort und machen klar, welch verheerenden Folgen die Startbahn für sie persönlich und das ganze Dorf hätte. Und so gab es viel Applaus für die Nachwuchsfilmemacher. Wann und ob der Film einmal gezeigt wird, konnte das Trio nicht sagen.

Nun muss man den Attachingern nicht mehr erklären, welche Auswirkungen eine Startbahn hätte. Trotzdem gibt es immer wieder neue Erkenntnisse: Michael Buchberger von der BI Attaching stellte Aussagen aus der im Mai eingegangenen Erwiderung der FMG auf die Klage der BI vor. „Plötzlich“ sei nicht mehr von 530 Landeanflügen pro Tag über Attaching die Rede wie noch im Planfeststellungsbeschluss, sondern von nur noch 420 - die aber in einer Höhe von 75 bis 100 Meter. Und auch nicht mehr 90 Starts sollen es auf der dritten Bahn sein, sondern jetzt plant man 78 (in 200 bis 500 Meter Höhe).

Doch das ändere nichts, so Buchberger: Die beim Flughafenbau festgeschriebenen Grenzen, dass keine Ortschaft mehr als 62 dB(A) Dauerschallpegel zu erleiden habe und kein Ort in einer Höhe von weniger als 300 Meter überflogen werde, würden durch die dritte Bahn „massiv aufgeweicht“. Und das sei „die größte Frechheit“. (zz)

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