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Fische im Weltwald

Kranzberg - Neun junge Holzbildhauer haben im Weltwald ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Ihre Werke bereichern nun die Abteilungen „Asien“, „Amerika“ und „Europa“. Fische sind auch darunter.

Tief im dunklen Tann des Kranzberger Forstes kreischten zehn Tage lang die Kreissägen, waren Schläge auf Meißel und das Geräusch von Raspeln zu hören. Neun Schüler der Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk in München werkelten für die diesjährigen „Skulpturtage“ im Weltwald. Ihre Werke bereichern nun die Abteilungen „Asien“, „Amerika“ und „Europa“

Am Freitag ging es mit Herbert Rudolf, dem Leiter des Weltwalds, und Alfred Fuchs, dem Leiter des Forstbetriebs Freising, von Station zu Station. Die Bilanz: Handwerkskunst, die staunen lässt.

Das Kontinente-Hopping, an dem auch Kranzbergs Bürgermeister Robert Scholz teilnahm, begann in „Asien“: Dort waren Anke Rossmann, Thomas Dinzl und Peter Rappl zu Gange. Ihr Projekt: Kois (Zuchtform des Karpfens) als Sinnbild für Reichtum zwischen Reispflanzen als Symbole der Armut. Mit großer Liebe zum Detail sind die drei großen Kois gestaltet. Sie wirken auf ihren hohen Eisenstangen, als würden sie „durch die Luft schwimmen“, wie es Rossmann erklärte. Und wenn Wind weht, bewegen sich die 15 dünnen „Reispflanzen“ aus Eiche sogar.

Ein paar Meter weiter liegt „Amerika“: Kim Schypulla, Lukas Köver und Johann Kral heißt das Trio, das sich die Arbeit mit Rockmusik aus dem Autoradio versüßt. Ihre Idee, die am Freitag kurz vor ihrer Vollendung stand: überdimensionale Samen des Ahornbaums, dessen Blatt die kanadische Fahne ziert. Bis zu 3,20 Meter hoch sind die Propellerfrüchte, die im Weltwald so dargestellt sind, wie sie nach ihrem Flug auf dem Boden landen. Nämlich senkrecht. Eine Douglasie mit einem Stammdurchmesser von 1,50 Meter musste nach rund 150 Jahren dafür ihr Leben lassen. Und das, so sagte Schypulla, lässt einen respektvoll mit dem Material umgehen. Positioniert sind die „Samen“ auf einem Hügel. Der wird mit Gras zuwachsen. Dann sind die Stangen, mit denen die Werke verankert sind, nicht mehr zu sehen.

Letzte Station: „Europa“. Dort ist Tamara Selmaier wegen ihrer Verletzung - sie hatte sich beim Arbeiten mit der Axt an der Hand verletzt - zum Zuschauen verdammt, während ihre Kollegen Petra Fazekas und Peter Gruberina an dem 6,50 Meter hohen „geopolitischen Zusammenschluss“ arbeiten. Die aus einem Lärchenstamm gefertigte Skulptur soll die europäischen Länder symbolisieren, die über ihre Grenzen hinweg ein gemeinsames Ziel haben: „Nach oben“ (Fazekas). Die einzelnen Abschnitte der Skulptur werden noch bunt bemalt - Sinnbild für die diversen Kulturen Europas. Schön ist, dass die Werke an Ort und Stelle verbleiben.

Gekostet haben die „Skulpturtage“ rund 6000 Euro. Hauptsponsor war mit 3500 Euro die FMG. Deren Vertreterin Petra Pupp sagte, es sei wichtig, dass die FMG ihrer Verantwortung nachkomme. Scholz konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Das ist wenigstens eine sinnvolle Investition.“ (zz)

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