50 kleine Geschichten für neue Energie sind in Petra Silberbauers erstem Buch zu finden. 
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50 kleine Geschichten für neue Energie sind in Petra Silberbauers erstem Buch zu finden. 

Lesen, Vorlesen, Anhören

Fitnesstrainerin Petra Silberbauer lädt mit ihren Büchern zur Entspannung ein

  • Andrea Beschorner
    vonAndrea Beschorner
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Wenn die Welt Kopf steht, hilft nur eins: Entspannung! Petra Silberbauer aus Untermarchenbach (Gemeinde Haag) hat die corona-bedingte berufliche Zwangspause genutzt - und drei Bücher veröffentlicht.

Haag - Entspannung ist in Zeiten wie diesen wohl mit das Wichtigste, was man sich selbst oder anderen schenken kann. Dank der Fitnesstrainerin, Ausbilderin und Referentin im Fitnessbereich, Petra Silberbauer aus Untermarchenbach, gibt es jetzt Entspannung aus der Region: Zum Lesen, Vorlesen und über ihren Podcast sogar zum Anhören. Die 54-Jährige hat seit dem Beginn der Corona-Krise drei Bücher mit Entspannungsgeschichten herausgebracht. Das Vierte steht in den Startlöchern. Wieso die Geschichten, die sie seit mittlerweile acht Jahren schreibt, so lange auf die Veröffentlichung warten mussten und was Petra Silberbauers Tochter damit zu tun hat, dass ihre Mutter das Ganze nun doch endlich angepackt hat, erzählt die Autorin im FT-Interview.

Frau Silberbauer, Sie haben den ersten Lockdown dazu genutzt, um „ihr Baby“ endlich auf die Welt zu bringen: Bereits im vergangenen Jahr sind zwei Bücher von Ihnen erschienen. In der vergangenen Woche ihr drittes. Wie kam’s dazu?

Ich schreibe seit acht Jahren Entspannungsgeschichten, die ich auch immer in meinen Yogakursen vorlese. Meine Tochter hat mich daran erinnert, dass ich meinen Kindern beigebracht habe, wie wichtig es ist, Projekte zu vollenden. Durch Corona hatte auch ich plötzlich viel mehr Zeit als sonst. Dieses Buchprojekt hat meinem Tag eine Struktur gegeben, ich habe meine Geschichten sortiert, weitere geschrieben – und ich hatte großes Glück. schnell einen Verlag zu finden. Eigentlich hat meine Tochter mich mit meinen eigenen Waffen geschlagen (lacht). Ohne sie und diesem Hinweis auf meine eigenen Worte wäre ich das wohl nicht angegangen.

Es war also Ihr Traum, die Geschichten in ein Buch zu fassen?

Es ist schon ein Leben lang mein Traum, ein Buch zu schreiben. Aber irgendwie war ich immer ein bisschen zu feige dafür.

Und vielleicht auch zu bescheiden? Die Geschichten waren ja da, haben nur noch gewartet, veröffentlicht zu werden. . .

Ich bin niemand, der sich hinstellt und sagt: Schaut her, ich hab ein Buch geschrieben. Ich versteck mich gern und bin nicht die große „Verkäuferin“, gerade dann, wenn es um mich selbst geht. Ich will mich nicht in den Vordergrund drängen. Da musste und muss ich viel lernen.

Für wen haben Sie all diese Geschichten geschrieben? An wen richten sich Ihre Bücher?

Geschrieben habe ich sie ehrlich gesagt für mich selbst. Das mit dem Buch hatte zum einen ganz praktische Gründe: Ich wollte, dass diese Zettelwirtschaft aufhört, dass ich meine Geschichte kompakt und gebunden mit zu meinen Kursen nehmen und daraus vorlesen kann. Den Gedanken, dass ich die Bücher auch verkaufen könnte und würde, der stand am Anfang ganz weit hinten, darum ging es mir gar nicht. Das es jetzt so ist, ist freilich schön, ist mir aber nicht das Wichtigste. In dem jüngsten Buch etwa habe ich Corona und meine Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet. Das wurde mir erst bewusst, nachdem es meine Tochter gelesen und mich darauf hingewiesen hatte. Die Geschichten handeln von Urlaubsgefühlen, Morgenblues, vom Weg zur Arbeit und dem Bauchgefühl. Es ist eine Meditation für mehr Wertschätzung darin zu finden. Das Buch ist im Vergleich zu den anderen ernster. Ich hab in meine Geschichte reingepackt, wie es mir gegangen ist. Wie gesagt, meine Tochter hat das sofort gemerkt und war auch ein bisschen traurig darüber, ihre Mama von dieser Seite zu erleben.

Mit welcher Intention haben Sie die Geschichten veröffentlicht?

Das dritte Buch nun ganz klar mit der Intention, dass sich Menschen, denen es auch so geht und gegangen ist, darin wiederfinden. Aber ehrlich gesagt hoffe ich auch, dass Menschen, die in der Pandemie im Egoismus feststecken, aufwachen und ihren Blick wieder nach rechts und links richten, um zu sehen, dass es nur gemeinsam gut funktionieren kann. Ich möchte zum Nachdenken anregen.

Wer kommt – neben Ihrer Tochter – immer zuerst in den Genuss, Ihre Geschichten zu hören?

Das sind meine Kursteilnehmerinnen oder die Teilnehmer in meinen Ausbildungen, wenn das Thema Entspannung auf dem Programm steht.

Wissen die Kursteilnehmerinnen und -Teilnehmer denn, dass die Geschichten, die sie da zu hören bekommen, von Ihnen sind? Und: Wissen die Haager, dass Sie mittlerweile drei Bücher veröffentlicht haben?

Ich bin mir sicher, dass das einige nicht wissen. Wie gesagt: Ich bin kein Mensch, der das gerne an die große Glocke hängt. Ich hatte mal meine Buchcover als Profilbild. Da dachten die meisten, es sei eine allgemeine Buchempfehlung.

Gibt es schon Pläne für das nächste Werk?

Das ist bereits fertig und liegt gerade beim Korrekturlesen. Der Verlag ist mit der Bitte an mich herangetreten, ein Entspannungsbuch für Kinder zu schreiben, weil der Bedarf da aktuell so groß sei. Das ist eine erschreckende Entwicklung, die mich traurig macht. Aber wenn ich den Kleinen auf ihrem Weg mit meinen Geschichten ein bisschen helfen kann, mach ich das natürlich sehr gerne. Ich bin da im engen Austausch mit einer Pädagogin, weil es natürlich was ganz anderes ist, Kinder mit auf eine Entspannungsreise zu nehmen.

Ist es angedacht – vielleicht über den VfR – online-Entspannungskurse anzubieten? Oder Lesungen?

Ich bin offen für alles, will aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Auf eine Lesetour zu gehen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Einen Entspannungskurs hingegen schon – wenn Bedarf besteht. Gedanken darüber hab ich mir noch keine gemacht.

Das Wichtigste zum Schluss: Wie heißen Ihre Bücher und wo sind sie zu haben?

„Entspannungsgeschichten, 50 kleine Geschichten für neue Energie“, „Entspannungsgeschichten – 40 Fantasiereisen durch die Jahreszeiten“ und „Entspannungsgeschichten aus dem Leben – 50 Entspannungsreisen über Alltagssituationen und die Atmung“. Bestellen kann man sie überall, wo es Bücher gibt.

Gut zu wissen

Einige ihrer Entspannungsgeschichten und Meditationen sind auf Petra Silberbauers YouTube-Kanal „Petra Balance“ zu finden.

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