Sechs Personen verletzt

Feuer in Moosburger Flüchtlingsheim: Brennende Kleider in der Toilette

Moosburg - In der Moosburger Realschul-Turnhalle, in der aktuell Flüchtlinge untergebracht sind, kam es am Sonntagabend zu einem Feuerwehreinsatz. Dabei wurden drei Asylbewerber und drei Sicherheitskräfte leicht verletzt.

Große Aufregung herrschte am Sonntagabend in der Moosburger Realschul-Turnhalle, die derzeit als Asylnotunterkunft genutzt wird: Um kurz nach 20 Uhr war dort der Feueralarm ausgelöst worden. Als die Information gegen 20.08 Uhr in der Rettungsleitstelle Erding einging, wurden umgehend Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an die Rektor-Weh-Straße geschickt.

Die Moosburger Feuerwehr eilte mit 23 Helfern in vier Fahrzeugen zur Turnhalle. Kommandant Josef Schwertl schildert dem FT die Lage vor Ort: "Als wir ankamen, war die Halle verraucht, sämtliche Personen aber bereits vom Sicherheitsdienst evakuiert. Nach unseren Informationen war sowohl von der Brandmeldeanlage als auch durch ein Mitglied der Security Alarm ausgelöst worden, nachdem es in einem WC gebrannt hatte. Das Feuer war bereits von einem Aufseher mit dem Feuerlöscher bekämpft worden, wir haben dann die Nachlöscharbeiten übernommen."

Flüchtlinge in Stadthalle evakuiert

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Zur Ursache des Feuers gab der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding am Montagmorgen folgende Auskunft: "Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass Kinderkleidung in einem Wäschetrockner in Brand geraten war - und dann in der Toilette entsorgt werden sollte." Wie aus Reihen der Moosburger Polizei zu erfahren war, sei der Trockner wohl aus Unwissenheit falsch bedient worden. Drei Sicherheitsangestellte im Alter von 34 bis 39 Jahren sowie drei Bewohner der Unterkunft, darunter ein Kind, hätten eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Sie wurden vom Roten Kreuz versorgt.

Einsatzkräfte des BRK kümmerten sich auch um die evakuierten Flüchtlinge, die zuvor vom Wachdienst in die benachbarte Stadthalle geführt worden waren. Feuerwehrkommandant Josef Schwertl: "Aus unserer Sicht hat das alles geordnet und reibungslos funktioniert, der Zwischenfall ist glimpflich abgelaufen."

"Keine Kontamination durch Rauch"

Da die Turnhalle über Rauchabzugsklappen verfügt, zog der Qualm relativ schnell aus dem Gebäude ab. Die Feuerwehr half mit Überdrucklüftern nach. "Der Rauch war nicht so extrem dick, es sollte also keine Kontamination stattgefunden haben", sagte Schwertl. Nach zirka einer Stunde rückten seine Kräfte wieder ab.

Laut Polizei konnte in der gefliesten Toilette kein Gebäudeschaden festgestellt werden. Die durch den Rauch verursachte Schadenshöhe sei derweil noch offen.

Armin Forster

Rubriklistenbild: © dpa/afo

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