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Bunt und freundlich sind sie, die Container, die in Kirchdorf zur Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt wurden. Ab 1. März werden dort bis zu 48 Asylbewerber untergebracht sein.

Asylbewerberunterkunft in Kirchdorf

Hier soll die Integration gelingen

Kirchdorf - Fast jede Gemeinde im Landkreis Freising hat inzwischen Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Kirchdorf noch nicht. Aber das wird sich bald ändern. Wie die Asylbewerber in der Ampertalgemeinde wohnen werden, das war am Donnerstag zu sehen.

Schön bunt und freundlich sind sie von außen, hell sind sie von innen: die Container, in denen in Kirchdorf künftig bis zu 48 Asylbewerber untergebracht werden. Am Donnerstag hatten die Mitglieder des Helferkreises erstmals die Möglichkeit, die künftige Flüchtlingsunterkunft in Augenschein zu nehmen. Im September 2015 hatte der Gemeinderat beschlossen, in Kooperation mit einem privaten Investor eine Asylbewerberunterkunft an der Helfenbrunner Straße zu errichten.

Im November hatte es dazu eine große Infoveranstaltung mit rund 200 Interessierten gegeben. Am Donnerstag war nun Besichtigungstermin und ab 1. März läuft der Pachtvertrag mit dem Landratsamt. Dann werden Flüchtlinge in die Containeranlage einziehen und die Gemeinde Kirchdorf wird kein weißer Fleck mehr auf der Landkreiskarte sein, in dem keine Flüchtlinge untergebracht sind. In zwei Abschnitten werden die Container aufgestellt. Der erste Abschnitt steht schon, die restlichen Container werden in der kommenden Woche angeliefert. In Zimmern mit Zweier-Belegung plus drei Familienzimmer (für vier Personen) werden dann bis zu 48 Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf finden – und zwar, so betont Bürgermeister Uwe Gerlsbeck stets, ohne die Gefahr der Ghettoisierung.

Dem Andrang der Interessierten und der künftigen ehrenamtlichen Helfer, der am Donnerstag herrschte, war der Containerbau allerdings nicht gewachsen. Denn ein Blick in alle Räume war schon interessant. Und man war durchaus davon angetan, wie die Flüchtlinge künftig auch in Kirchdorf untergebracht werden. Für Gerlsbeck ist der Standort im Nordosten des Hauptortes Kirchdorf ideal, da das 2500 Quadratmeter große Areal direkt neben dem Gewerbegebiet gut angeschlossen sei. Und das entspricht ganz dem Credo des Bürgermeisters: Es gehe um Integration, nicht nur um Unterbringung. Die Unterbringung ist zumindest schon einmal gesichert, wenn die Container aufgebaut und die Außenanlagen angelegt sind. Und die Integration sollte gelingen, weil der Helferkreis in Kirchdorf groß ist, wie Gerlsbeck betonte.

Andreas Beschorner

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