Hoffnung auf Asyl

Flughafen München: Türkische Lehrer auf der Flucht

Flughafen – Seit der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit den politischen Säuberungen in seinem Land begonnen hat, flüchten immer mehr Menschen aus dem Land. Am Dienstag kamen wieder zwei Verzweifelte am Flughafen München an - ihre Fälle gleichen sich aufs Haar.

Am Flughafen München mehren sich die Fälle, in denen Verfolgte, meist Lehrer, um Asyl bitten. Das Muster ist quasi immer das gleiche, so auch am Dienstag.

Wie die Bundespolizei mitteilte, baten zwei Lehrer Beamte vor der Einreisekontrollstelle im Terminal 1 um Asyl. Beide gaben an, auf der Flucht vor staatlichen Repressalien zu sein. Bei beiden sei Privat- und Firmenvermögen beschlagnahmt worden. Gegen beide sei in der Heimat Haftbefehl erlassen worden. Beider Rechtsanwälte seien in Untersuchungshaft genommen worden. Beide hätten die Türkei vor zehn Tagen unerlaubt verlassen und eine kleine Odyssee hinter sich.

Der Erste (40) sprach einen Bundesbeamten an, händigte ihm seinen türkischen Reisepass aus und hielt ihm sein Handy vors Gesicht. Auf dem Bildschirm stand: „Asyl“. Ein gültiges Visum für Deutschland hatte er nicht. Bei dem Zweiten, der auf die selbe Art um Unterschlupf bat, handelt es sich um einen 46-Jährigen.

Die Bundespolizei leitete beide Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter. Dort wird über die Asylanträge entschieden. 

ft

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