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Der Plan: In vier Abschnitte ist der Ausbau der Flughafentangente Ost unterteilt. Nur zwei Teilbereiche befinden sich bereits im Planfeststellungsverfahren (rote und gelbe Linie).

IHK drückt aufs Tempo

Flughafentangente Ost: Bis zum Ausbau ist es noch ein langer Weg

Freising - Überlastung, Unfälle und Dauerstau prägen das Bild auf den Autobahnen und Bundesstraßen in der Flughafenregion. Umso dringlicher ist für die IHK der Ausbau der Flughafentangente Ost. Doch da gibt es schlechte Nachrichten.

Aus Sicht der Wirtschaft ist sie eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im nordöstlichen Oberbayern: die Flughafentangente  Ost (FTO). Das betonte Otto Heinz, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising, bei der Sitzung am Dienstag in Freising. Daher hat der durchgängige drei- beziehungsweise vierspurige Ausbau der FTO für das Gremium der Industrie- und Handelskammer höchste Priorität. Die Straße stelle die notwendige Anbindung an überregionale und internationale Verkehrsachsen dar, heißt es in dem Positionspapier, das gemeinsam mit dem Regionalausschuss Ebersberg ausgearbeitet wurde.

Für die Erweiterung des nördlichen Abschnitts sind vier Planungsabschnitte vorgesehen. Und die sollen, so fordern es die Mitglieder der IHK, durchgängig und so schnell wie möglich ausgebaut werden. Für zwei Abschnitte – Flughafen bis Erding Nord und Erding Nord bis Erding Süd (B388) – laufe derzeit bereits das Planfeststellungsverfahren, betonte Heinz. Sobald Baurecht vorliege solle die Realisierung zügig erfolgen. Für die beiden anderen Abschnitte – A 92 bis Flughafen (Panungsbeginn voraussichtlich 2017/18) und Erding Süd (B388) – Neufinsing (Planungsbeginn 2016) – forderten die IHK-Ausschüsse einen zeitnahen Beginn des Planfeststellungsverfahrens.

Prägendes Bild: Verbindungsstraßen in der Flughafenregion wie die FTO Ost sind überlastet. Besonders viel Geduld ist gefragt, wenn Pkw kilometerlang hinter Lkw herfahren müssen.

Doch die Wirtschaftsvertreter werden sich gedulden müssen. Denn Ministerialrat Thomas Linder von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, der bei der Sitzung im Wissenschaftszentrum Weihenstephan anwesend war, erklärte, dass mit der Fertigstellung erst in zehn Jahren zu rechnen ist – frühestens. Das erboste Joachim Sommer von der Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen. „Jeder Betrieb, der so arbeiten würde, könnte über kurz oder lang zumachen“, kritisierte das IHK-Mitglied. Kernproblem sei es, Baurecht zu schaffen, betonte der Leiter des FMG-Regionalbüros, Rudolf Strehle. „Erst müssen die Einwendungen abgearbeitet werden.“

Der Ausbau der FTO ist nicht das einzige Großprojekt der Obersten Baubehörde, das die kommenden Jahre in Anspruch nehmen wird. So berichtete Linder auch, dass der Ausbau der A 99 zwischen den Autobahnkreuzen München Nord und München Süd im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgeführt sei. Gleiches gilt für den Ausbau der A 92 zwischen dem Autobahnkreuz Neufahrn und dem Flughafen München auf jeweils acht Fahrspuren. Bis 2030 sollen diese Maßnahmen umgesetzt sein, sagte der Ministerialrat. „Diese Ausbaupläne sind Teile eines ganzen Maßnahmebündels, mit dem die Verkehrssituation in der ganzen Flughafenregion verbessert werden soll.“

Zu diesem Bündel zählen auch die Erweiterung der A 92 zwischen dem Autobahndreieck München-Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn auf sechs Streifen. „Die Seitenstreifenfreigabe auf der A 9 zwischen Rastplatz Holledau und Autobahnkreuz Neufahrn entlastet die Region ebenfalls“, betonte Linder. Für 2017 seien 1,69 Milliarden Euro für die Bundesfernstraßen vorgesehen.

Maria Martin

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