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Au: Maibaumbuam Holledau stellen den Maibaum auf - Fest war ein voller Erfolg

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Zünftig, und so wie es sein soll, haben die Maibaumbuam Holledau das Brauchtum wieder in den Markt Au geholt.
Zünftig, und so wie es sein soll, haben die Maibaumbuam Holledau das Brauchtum wieder in den Markt Au geholt. © Hausler

Seit Sonntag steht wieder ein Maibaum in Au. Mit einer Menge „Irxenschmalz“ gelang es den Burschen den 28,5 meterlangen Baum in die Senkrechte zu heben. 

Um kurz nach zehn Uhr fuhr Josef Straßberger am vergangenen Sonntag mit seinem Pferdegespann vor, im Schlepptau das weißblaue Traditionsstangerl, das von Hans Maier für den Markt Au gesponsert wurde. „Total begeistert“ von seinen Mitgliedern zeigte sich der Vorstand des 60 Mann starken Vereins Markus Keller nach dem Hereinholen und übergab nach seiner Ansprache das Kommando an den Zimmerermeister Rico Weichelt: „Ab sofort gilt Ricos Wort!“

Au: Mit 50 Männern stemmen die Maibaumbuam Holledau den Baum in die Höhe

Pünktlich zum Zwölfuhrläuten gabs von diesem dann das erste „Heb auf“ an die 50 Männer, die sich mit Hilfe der sogenannten „Schwalben“ Stück für Stück vorarbeiteten. Und genau zwei Stunden später war es vollbracht: Nach einsamen zwei Jahren ohne Maibaum ist die Marktgemeinde nun wieder im Besitz des Prunkstückes, das zehn Wappen trägt. Die Schilder, die vor vier Jahren restauriert worden sind, wurden dafür von Künstler Walter Kohlmeier frisch aufbereitet.

Darauf zu sehen sind, neben den Maibaumbuam am Rathaus, ein Hopfenbauer und -bäuerin in Tracht, ein Bayer, ein Musikant, ein „Hopfazupfa“ und „Hopfazupfarin“, das Auer Schloss , Kirche und das Wappen der Marktgemeinde. Wahrzeichen die für Tradition, Brauchtum und das Hallertauer Heimatland stehen. Und obwohl sich das Wetter etwas kühler als erhofft zeigte, kamen zahlreiche Besucher. Darunter auch der frisch gekürte  Hallertauer Maikönig Simon Reiter, der kurzerhand mit dem Taktstock die „Holledauer Bifescheißer“ dirigierte.

Au: „Frohes Feiern und eine reiche Ernte“

Von den Maibaumbuam und Andreas Römer auf Freigetränke eingeladen wurden die ukrainischen Mitbürger und Paten, die dem Spektakel gespannt folgten. „Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas so lange dauert“, erzählte eine Ukrainerin auf Englisch. In den Besitz der Marktgemeinde ist der Baum nun übergegangen, der für die nächsten beiden Jahre laut Aufschrift für „frohe Arbeit, frohes Feiern und reiche Ernte im Land der Bayern“ steht. 

50 Männer waren für die Aufgabe, den Baum in die Senkrechte zu hieben, zuständig. Dafür vertraute Vorsitzender Markus Keller (zweiter von rechts) das Kommando Rico Weichelt (Vierter von Rechts).
50 Männer waren für die Aufgabe, den Baum in die Senkrechte zu hieben, zuständig. Dafür vertraute Vorsitzender Markus Keller (zweiter von rechts) das Kommando Rico Weichelt (Vierter von Rechts). © Hausler

Veronica Hausler

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