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Au: Realschüler starten einen Spendenlauf für Kriegsopfer aus der Ukraine - mit Erfolg!

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Von: Lena Hepting

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Die Kinder vom Kindergarten Am Vogelhölzl feuerten kräftig mit an.
Die Kinder vom Kindergarten Am Vogelhölzl feuerten kräftig mit an. © Hausler

Sportstadion Realschule Au: Gestaffelt in drei mal zehn Minuten liefen alle 360 Schüler, um die Spendensumme ihres Sponsors zu verdreifachen.

Sportstadion Realschule Au: Gestaffelt in drei mal zehn Minuten liefen alle Klassen und somit 360 Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe, um die Spendensumme ihres Sponsors zu verdreifachen. Die Initiative dafür entstand bei den Schülern selbst, die unbedingt etwas bewirken wollten.

Spendenlauf der Realschule Au: Schüler wollten „etwas tun“

„Der Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, auch auf die Kinder und Jugendliche im Alter unserer Schüler, macht die Schulgemeinschaft fassungslos“, so die stellvertretende Schulleiterin Kathrin Stephan. Da das Thema auch im Unterricht behandelt wird und die Schüler zudem täglich Informationen in den Medien bekommen, „entstand der Wunsch, etwas tun zu wollen“, erklärt Schulleiterin Kerstin Liese. „Eine Spendenaktion zu veranstalten ist hier die Möglichkeit für die Schüler“.

Und so kam es dann auch. Bei bestem Wetter und guter Musik wurde dann Runde für Runde gedreht. Auch der 15-jährige Felix Sebald lief mit. Er erzählt, dass er sich viel mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigt und immer wieder den aktuellen Stand verfolgt. So ginge es aber nicht jedem seiner Mitschüler. Manche wollen lieber Abstand nehmen und manche können mehr zulassen und sprechen vor allem in der Pause darüber.

Spendenlauf der Realschule Au: Selbst alte Schulranzen werden gesammelt

So ist dann auch der Wunsch entstanden, etwas für die Schutzbedürftigen tun zu wollen. Die Lehren waren sofort offen dafür und die Zusammenarbeit hat „super“ geklappt, berichtet Felix weiter. Spaß beim Lauf für den guten Zweck hatte auch Moritz Eckl, der in der dritten Runde, also nach knappen 23 Minuten noch immer voll motiviert dabei war. Sein Lauf wird, wie bei vielen der Schüler, von den Eltern gesponsert.

Um nun noch mehr Beitrag zu leisten, sammeln die Schüler demnächst zusätzlich ihre alten Schulränzen, um diese dann den ukrainischen Kindern zu spenden. Auch der angrenzende Kindergarten „Am Vogelhölzl“ machte diesen Benefiz-Tag dann zum Draußentag, um die Schüler anzuspornen.

Spendenlauf der Realschule Au: 13 000 für die Ukraine

Mit Luftballons und Tüchern in blau gelb jubelten die Kinder im Vorschulalter den Großen zu. Dass das Thema auch vor Ihnen keinen Halt macht, berichtet Einrichtungsleitung Ines Heyne. „Wir besprechen mit den Gruppen auf kindergerechte Weise, was gerade in der Ukraine passiert und erklären, dass es viele Kinder gibt, die nun kein zu Hause mehr haben“.

Sobald nun die erlaufenden Spenden der Sponsoren eingegangen sind, kann hochgerechnet werden und am Ende eine mögliche Spendensumme von bis zu 13000 Euro heraus kommen. „Das ist wirklich beachtlich und erfüllt uns mit Stolz“, so Schulleitung Kerstin Wiese. Gespendet wird diese Summe voraussichtlich an zwei Hilfsorganisationen:

Spendenlauf der Realschule Au: Lehrer sind stolz auf ihre Schüler

Dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, Nothilfe Ukraine und der Bürgerinitiative Au, welche es sich seit 2012 zur Aufgabe macht, Flüchtlinge im Markt dezentral zu integrieren. Ziemlich stolz auf die Schüler sind auch die beiden Sportlehrer Markus Rösch und Sarah Thannheimer, die den Lauf betreut haben: „Ein großes Lob muss an unsere Schüler gerichtet werden, die mit ihrem Einsatz, soviel steht schon jetzt fest, eine beträchtliche Spendensumme erzielen konnten, um den Menschen in der Ukraine schnellstmöglich zu helfen!“

Sportstadion Realschule Au: Gestaffelt in drei mal zehn Minuten liefen alle 360 Schüler, um die Spendensumme ihres Sponsors zu verdreifachen.
Eine sportliche Herausforderung für den guten Zweck. © Hausler

Ein ebenso großer Dank gelte dem Elterbeirat und Getränke Thumann, die den Läufern Obst, Gemüse und Wasser zu Verfügung stellten. Die Stoffe in den ukrainischen Landesfarben sponserte die Firma Snaply und sorgte mit dieser Unterstützung für passendes Ambiente.

Victoria Hausler

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