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Hochwasserschutz für den größten Ortsteil Tegernbach: Keine weitere Aufweitung in der Ringstraße

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Von: Lena Hepting

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Aufweitung an der Ringstraße
Keine weitere Aufweitung: Die Forderung nach einer Aufweitung des Durchlasses an der Ringstraße (unser Bild) und an der Bergstraße fiel bei den Fachplanern glatt durch. © Kuhn

Sicherheit für die Bürger hat hier Vorrang! In der Gemeinde Rudelzhausen wird derzeit der Hochwasserschutz für den Ortsteil Tegernbach diskutiert.

Endlich kann die Gemeinde Rudelzhausen den Hochwasserschutz für den größten Ortsteil Tegernbach konkret angehen. Es bedurfte wohl einer Überschwemmung 2018, um hier die Einsicht reifen zu lassen, dass es so nicht weiter gehen kann. Jetzt kann die Sache angegangen werden, und Bürgermeister Michael Krumbucher nützte die jüngste Sitzung des Gemeinderats, um das weitgehend neu zusammengesetzte Gremium auf den aktuellen Stand zu bringen.

Es geht um ein Rückstauvolumen von noch einmal 8000 Kubikmetern durch einen Damm vor dem Ortskern von Tegernbach. Weitere 500 Kubikmeter können direkt neben der Kreisstraße realisiert werden. Das würde, so die Berechnung des Ingenieurbüros, eine Hochwasserwelle um zehn Prozent kappen, was ausreiche, um etwa die Nandlstädter Straße nicht mehr überfluten zu lassen. Die Kostenberechnung von 2018 ist natürlich längst überholt und muss neu gemacht werden. Das muss schon wegen der Fördermittel sein, die hier abgerufen werden können. Das Wasserwirtschaftsamt hat jedenfalls die Wasserrechtsbescheide zu diesem Projekt verlängert, so dass von hier aus keine Probleme zu erwarten sind.

Rudelzhausen steht also vor einer großen und wichtigen Baustelle. Was allerdings glatt durchfiel war die aus der Bevölkerung kommende Forderung nach einer Aufweitung der beiden Durchlässe an der Berg- und an der Ringstraße. Den Experten gelangen gleich zwei Nachweise: Erstens ist der Schutzeffekt für die unmittelbare Umgebung derart gering, dass sich der Aufwand nicht lohnen würde. Immerhin hätte das Brückenneubauten zur Folge. Diese könnten sich aber zweitens auch als nicht genehmigungsfähig erweisen, denn eine Gefährdung oder zumindest Schlechterstellung der Gebiete unterhalb konnten die Experten nicht ausschließen. Genau das aber wäre ein „KO-Kriterium“.

Die Tatsache, dass Wasser bergab fließt, holte auch hier die Beteiligten ein. Auch wenn es keine Abstimmung im Gemeinderat gab stellte sich doch am Ende der Vorträge heraus, dass der wirksamste Schutz der ist, der von Tegernbach aus bachaufwärts organisiert wird. Jetzt geht es an die neue Kostenberechnung und die Ausführungsplanung. Damit dann an die Zuschüsse. Die Planer konnten mangels Grundstücksverfügbarkeit auch 2018 noch keine besonders verlässlichen Angaben über die Kosten machen, schon weil Angaben über möglichen Bodenaustausch im Bereich des geplanten 80 Meter langen Dammbauwerks fehlen.

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