Erich Lehmair, Adolf Schapfl und Gabriel Krieglmeier bei der Pressekonferenz
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Optimistische Stimmung bei den Hopfenpflanzern: Erich Lehmair, Adolf Schapfl und Gabriel Krieglmeier (v.l.) traten jetzt mit guten Prognosen vor die Presse.

Die Prognosen sind gut:

Hopfenernte 2021: Eine Steigerung um zwei Prozent - 47845 Tonnen Hopfen erwartet

  • VonLena Hepting
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Die Prognosen stehen gut dieses Jahr: Deutschlandweit rechnet der Verband der Hopfenpflanzer mit einer Ernte von 47845 Tonnen Hopfen.

Die Prognosen der Hopfenernte, so die Experten, ist gut! Obwohl die Voraussetzung nicht immer günstig waren. Die Welke beispielsweise hat schon technisch bei so viel Feuchtigkeit nicht viel Schaden anrichten können. Dafür begünstigt das Wetter Pilzerkrankungen, gegen die die Hopfenpflanzer immer wieder buchstäblich haben zu Felde ziehen müssen. Das wiederum war schon wieder schwierig, weil die Böden oftmals kaum befahren werden konnten.

Deutschlandweit rechnet der Verband mit 47845 Tonnen. „Das ist eine gute Ernte, das macht uns Freude“, so Schapfl. Das sind insgesamt rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr, und dies trotz zweier gegenläufiger Dinge: Erstens hat im Raum Bitburg die Flutkatastrophe die Hälfte der Ernte vernichtet und zweitens ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft auch an den Hopfenbaubetrieben nicht spurlos vorbei gegangen. Es sind 860 Betriebe, 20 weniger als im Vorjahr in der Hallertau. Diese Zahlen nannten Schapfl und Geschäftsführer Erich Lehmair auf Nachfrage der Redaktion. Tatsächlich gibt es auch bei den Hopfenbaubetrieben eine Tendenz zur Konzentration.

Die Anbaufläche ist nämlich geringer zurück gegangen. Was die Qualität angeht – und hier sind die sogenannten Alphawerte das wichtigste – ist man beim Verband verhalten optimistisch. „Erste Hinweise lassen auf gute Werte hoffen“, heißt es vorsichtig in einer bei der Pressekonferenz vom Kopierer noch warmen Mitteilung des Verbandes. Eine neue Hopfenkrankheit, die 2019 erstmals nachgewiesen wurde, haben die Pflanzer noch gut im Griff. Sie werden hierbei von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) massiv unterstützt bei einem sogenannten Monitoring-Programm. Es ist ein Virus, das von Zitrusfrüchten her kommt und daher auch seinen Namen hat: „Citrus Bark Cracking Viroid“. Schapfl: „Wir haben Respekt vor dem Viroid, aber es wird unsere Pflanzungen nicht zerstören.“

Zwei Betriebe sind dazu gekommen mit einer geringfügigen Befallsquote. Die Beobachtungen gehen weiter. Die Hopfenkönigin Theresa Hagl hat nicht dabei sein können. Sie hatte aber der Redaktion schon vor Monaten gesagt, dass rund 90 Prozent der Hopfenernte sogenannter „Vertragshopfen“ sei und im Grunde schon vor der Ernte verkauft sei, was den Pflanzern Planungssicherheit verschaffe. Der Markt ist überraschend stabil: Die Herren auf dem Podium – auch der stellvertretende Geschäftsführer Gabriel Krieglmeier war da – bestätigten den Befund ihrer königlichen Hoheit ausdrücklich, und zwar auch für die Zukunft: Die Händler würden teilweise sogar wieder Zehn-Jahres-Verträge anbieten, und zwar mit Preisen etwa auf Vorjahresniveau. Hintergrund ist eine gewisse Tendenz zur Erholung beim Bierkonsum. Augenzwinkernd sprach Schapfl von einem gewissen Nachholbedarf nach der Pandemie.Eine Steigerung um zwei Prozent

Quelle: Forum

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