Fragezeichen rund ums Feuerwehrhaus

Günzenhausen - Noch immer umgeben Fragezeichen die Planungen für den Neubau des Günzenhausener FFW-Hauses. Deshalb hat das Echinger Ratsgremium nun einen Feuerwehr-Bedarfsplan für die gesamte Gemeinde in Auftrag gegeben. Am Projekt in Günzenhausen bastelt man parallel weiter.

„2008 haben wir den Grund gekauft - und jetzt ist immer noch nix passiert“, schimpfte CSU-Gemeinderat Bernhard Wallner, der gleichzeitig Vorsitzender des Feuerwehrvereins ist. „Es kann nicht sein, dass wir das jetzt wieder zerreden und verzögern.“ Grund für seinen Unmut in jüngster Gemeinderatssitzung war die Ankündigung von Bürgermeister Sebastian Thaler, angesichts der vielen Fragezeichen, die mit den FFW-Haus-Neubauplanungen in Günzenhausen verbunden sind, erst mal eine Bedarfsplanung für das Gemeindegebiet in Auftrag zu geben. Auf zwei bis drei Monate schätzt Thaler die Dauer der Analyse, was „bei dem Diskussionsbedarf“ - die Debatte am Dienstag zog sich über eineinhalb Stunden hin - „durchaus angemessen“ sei. In Richtung Wallner fügte er hinzu, dass an dem Feuerwehrhaus seit seinem Amtsantritt „mit Hochdruck“ gearbeitet werde - „und ich will schon wissen, was wir da beschließen“.

So ist bis dato noch nicht geklärt, ob das neue Gebäude der Floriansjünger mit zwei oder drei Fahrzeug-Stellplätzen ausgestattet wird. Zwei Tore würden laut Verwaltung auf jeden Fall in den auf 1,88 Millionen Euro gedeckelten Gesamtkostenrahmen (nach Abzug der erwarteten Zuschüsse) passen, drei nur vielleicht. Während sich die FFW-Vertreter auf den Zuschauerplätzen klar für die Drei-Tore-Lösung aussprachen - schon deshalb, weil man neben den beiden existierenden Fahrzeugen auch einen Mannschaftsbus anschaffen will -, unterstützten auch Otmar Dallinger (FW), Stefanie Malenke (SPD) und Georg Bartl (CSU) diese Variante. Zumal so mehr Zuschüsse zu erwarten seien.

Kritisch hinterfragte Sylvia Jung (BfE) das seitens der Feuerwehr um 135 Quadratmeter erweiterte Raumprogramm, dessen Mehrkosten noch in den Sternen stehen. Auch wenn die FFW damit nur gesetzliche Normen umsetze, „müssen wir auf die Kosten schauen“, so Jung.

Das tut bereits die Günzenhausener Wehr, die zwar an der geplanten Ziegelbauweise für den Sozialtrakt festhält, sich den Hallenbereich aber durchaus in der billigeren Fertigbauwiese vorstellen kann. Außerdem erklärte man sich zu Eigenleistungen auf der Baustelle bereit. „Die machen Abstriche, die ich bei anderen so noch nicht erlebt habe“, lobte Christoph Gürtner (FW) die Floriansjünger.

Die Räte sagten am Ende nicht nur Ja zu der vom Rathauschef vorgeschlagenen Bedarfsanalyse, sondern auch zu den ersten Ausschreibungen an die entsprechenden Architekten. „Viel Zeit sollten wir jedenfalls nicht mehr verlieren“, kommentierte SPD-Sprecherin Anette Martin das Procedere.

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