Fachverband Biogas: Protest gegen Entwurf zum EEG

Für die Rettung der Energiewende „raus aus dem Büro“

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Freising - Sie trugen Kisten, Aktenordner und Unterlagen aus den Büros, hatten ein trauriges Gesicht aufgesetzt und wurden vom Chef per Handschlag verabschiedet: die Mitarbeiter des Büros des Fachverbands Biogas an der Angerbrunnenstraße. Hinter ihnen wurde das Gebäude abgesperrt, ein rotweißes Band vor dem Eingang angebracht und der Schlüssel an OB Tobias Eschenbacher übergeben.

Die konzertierte Aktion sollte am Mittwoch darauf aufmerksam machen, dass der vorliegende Entwurf des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) den Stillstand und den Abbau der Bioenergie (und der gesamten erneuerbaren Energie) bedeuten würde. Von „Abwürgen“ war deshalb oft die Rede am Mittwoch, als man mit der Schließung des Büros um 11.55 Uhr – als um „5 vor 12“ – auf die ungute Entwicklung aufmerksam machen wollte. Zur symbolischen Büroschließung hatten sich nicht nur die Mitarbeiter des Fachverbandes Biogas, deren Hauptgeschäftsführer Costa da Gomez und Biogas-Pionier Josef Pellmeyer aus Eggertshofen eingefunden, um ihrem Unmut und ihren Sorgen über die drohenden Entwicklungen Ausdruck zu verleihen. Auch Vertreter des Bund Naturschutz waren nach Freising gekommen. Und eben auch Politiker: OB Tobias Eschenbacher, aber auch Vize-Landrat Robert Scholz, der davor warnte, dass „die Verlässlichkeit der Politik in Frage gestellt“ werde, und Landtagsabgeordneter Benno Zierer (FW) waren anwesend. Denn aus Sicht der FW wiederhole sich bei den EEG-Reformen alle Jahre das gleiche Spiel: Referentenentwürfe würden die Energiewende praktisch zum Erliegen bringen, so dass man am Ende froh sein müsse, das Schlimmste abgewendet zu haben. Die Biogas-Branche aber brauche Planungssicherheit.

Deshalb stand in großen Lettern entlang der Angerbrunnenstraße zu lesen: „Energiewende retten!“ Nach der bundesweiten Warnminute um „5 vor 12“ wurde das Büro des Fachverbands wieder aufgesperrt, Ordner, Schachteln und Papiere wanderten samt Mitarbeitern wieder in das Gebäude. Und der Oberbürgermeister gab den Schlüssel wieder zurück.

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