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Der Arbeitsmarkt im Januar

Im Dauerfrost kletterte die Freising-Quote auf 2,6 Prozent

Die frostigen Temperaturen machten sich auch auf dem Arbeitsmarkt der Region bemerkbar und ließen die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresbeginn deutlich ansteigen. Grund zur Sorge besteht aber keineswegs.

Landkreis – Die Agentur für Arbeit Freising zählte im Januar in den vier Landkreisen ihres Agenturbezirks (Freising, Erding, Dachau und Ebersberg) insgesamt 8543 Arbeitslose – 1637 mehr als noch im Dezember 2016. Im Januar 2017 begaben sich 3861 Personen neu auf die Suche nach einer Arbeitsstelle, 2234 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Entsprechend erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote: Sie kletterte von 2,0 Prozent im Dezember 2016 auf ein aktuelles Niveau von 2,5 Prozent. „Sobald die Temperaturen sinken, steigen die Arbeitslosenzahlen. Das liegt vor allem an den witterungsbedingten Entlassungen in den Außenberufen, denn in der Baubranche oder dem Garten- und Landschaftsbau kann bei Minusgraden nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt gearbeitet werden“, erklärt Karin Weber, Chefin der Agentur für Arbeit Freising.

Darüber hinaus zeigt sich auch in diesem Jahr wieder, dass die Winterarbeitslosigkeit hauptsächlich zu Lasten der Männer geht: Im Januar waren 1303 Männer mehr arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat – das bedeutet einen Anstieg von knapp 34 Prozent. Bei den weiblichen Arbeitslosen errechnete sich ein Plus von knapp elf Prozent.

Dass diese Entwicklungen jedoch keinen Anlass zur Sorge bieten, verrät der Vorjahresvergleich: Zu Beginn des Jahres 2016 war exakt dieselbe Anzahl an Arbeitslosen bei der Agentur für Arbeit gemeldet wie im Januar 2017, die Arbeitslosenquote lag ebenfalls bei 2,5 Prozent. „Erfahrungsgemäß wird sich die Arbeitslosigkeit bei steigenden Temperaturen schnell wieder reduzieren, denn der Arbeitsmarkt in unserer Region präsentiert sich unverändert aufnahmefähig“, betont Karin Weber.

Landkreis Freising: Der Winter bescherte dem Landkreis Freising eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Quote im Januar 2017 um 0,5 Prozentpunkte an und erreichte somit das Vorjahresniveau. Zu Jahresbeginn waren im Landkreis 2 659 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das waren 523 Bürger mehr als im Dezember 2016, jedoch 20 weniger als im Januar vor einen Jahr. 1181 Freisinger meldeten sich zuletzt neu arbeitslos. Im Gegenzug konnten 663 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Bei den Arbeitsvermittlern im Arbeitgeber-Service der Freisinger Arbeitsagentur meldeten die Unternehmen des Landkreises im Januar 375 offene Arbeitsstellen. Damit waren zu Jahresbeginn im Landkreis 1751 bei der Agentur für Arbeit registrierte Stellen vakant. Die Betriebe suchten vor allem in den Berufsbereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit Mitarbeiter (674 offene Stellen). Im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung waren 165 Stellen vakant, bei den Verkaufsberufen waren es 146 Stellen.  ft

Rubriklistenbild: © dpa

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