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16 Hobbyforscher wanderten zusammen mit dem Archäologen Martin Pietsch (r.) zum Schneidjoch. Dort wurden 2500 Jahre alte Felsgravuren inspiziert.

Archäologischer Verein

Freising: Sprachforscher entziffern geheimnisvolle Felsgravuren

Die zweitägige Exkursion des Archäologischen Vereins Freising führte diesmal in die Berge des Rofan-Gebirges, wo sich in einer Quellgrotte am Fuße des Schneidjochs 2500 Jahre alte Inschriften befinden, die in den Fels gemeißelt wurden. Sie wurden bereits 1958 entdeckt, aber erst in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Sprachforschern richtig entschlüsselt.

Freising– 16 Hobbyforscher, die sich nicht vom Wetter abschrecken ließen, wanderten zusammen mit dem Archäologen Martin Pietsch über den Geologiepfad, blühende Almwiesen und zuletzt über steile Pfade hinauf zum Schneidjoch. Bei den Felsgravuren angekommen erfuhren die interessierten Zuhörer von Martin Pietsch viel vom Volk der Räter. Dabei handelte es sich um ein Volk der Antike, das den Bereich der mittleren Alpen besiedelte und bereits eine Schrift besaß, die hier eingemeißelt in den Stein heute noch zu sehen ist. Danach folgte der Abstieg hinunter zur Gufferthütte, wo nach dem Abendessen das Erlebte diskutiert wurde. Martin Pietsch hielt dann einen Vortrag über das Entschlüsseln der Inschriften.

Aber bevor er die Bedeutung verriet, ließ er alle Beteiligten selbst versuchen, die geheimnisvollen Gravuren anhand von Wiederholungen zu Wörtern zusammenzusetzen, was allen großen Spaß machte. Es handelt sich bei der größten der Gravuren um eine Weiheformel einer Familie, bestehend aus dem Vater „Kastrie“ sowie seiner beiden Söhne , die dort eine Handlung ausgeführt haben. Ob es eine Opferung war, ist Spekulation. Beeindruckt von den Erlebnissen dieser Exkursion traten die Teilnehmer am folgenden Tag den Abstieg und die Heimreise an.


Wichtiger Hinweis

Die nächste Fahrt führt am 15. Oktober in den Bayerischen Wald, wo ein unterirdischer Gang erkundet wird.

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