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Gewählt wurde bei der Freisinger Tafel. Zudem gab es eine Staffelübergabe bei den Schirmherrn. Unser Bild zeigt (v. l.): Alt-OB Dieter Thalhammer (ehemaliger Schirmherr), Elmar Stangl (Kassier), Gundi Kürten (2. Vorsitzende), OB Tobias Eschenbacher (neuer Schirmherr) und Peter Bach (1. Vorsitzender).

Kundenzahlen steigen stetig

Aufnahmestopp bei der „Tafel“

Freising - Der Zulauf zur Freisinger Tafel ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Die ehrenamtliche Essensausgabe ist Anlaufstelle für bedürftige Freisinger, wird aber auch zunehmend von Asylbewerbern genutzt. Deswegen habe man im Spätherbst sogar einen zweiten Sammel- und Ausgabetag installiert, berichtete Vorsitzender Peter Bach bei der Jahreshauptversammlung.

Vor zehn Jahren, als die Freisinger Tafel auf Initiative des damaligen Freisinger OB Dieter Thalhammer und Eberhard Graßmann gegründet wurde, habe man noch keine Vorstellung gehabt, wie frequentiert die Einrichtung einmal sein werde, erinnerte sich Thalhammer. Mit dem zweiten Sammel- und Ausgabetag im Herbst vergangenen Jahres sei die Kundenzahl sprunghaft angestiegen, resümierte Bach. 300 bis 350 Kunden seien damals Schlange gestanden. Warenengpässe habe es bisher zwar noch nicht gegeben. 

Doch einen möglichen weiteren Anstieg der Kundenzahlen, der im Raum steht würde man wohl nicht mehr verkraften, war sich der Vorsitzende sicher. Demnächst soll nämlich die Versorgung mit warmen Essen in der Sammelunterkunft für Flüchtlinge an der General-von-Stein-Straße eingestellt werden. Auch die Gemeinschaftsunterkunft in Langenbach werde demnächst bezogen. Dies alles zwinge die Tafel zum Handeln, so Bach. Mit Wirkung vom 18. Februar habe man deshalb einen Aufnahmestopp für alleinstehende Neukunden erlassen. Ehepaare und Familien hingegen würden weiterhin aufgenommen, solange die Warenmengen zur Unterstützung ausreichten. 30 Einzelhandelsgeschäfte, Bäckereien, Metzgereien Gärtnereien, die Landesanstalt für Landwirtschaft und private Spender sorgen dafür, dass die Freisinger Tafel derzeit noch so gut bestückt ist. Etwas anders sieht das bei der Ausgabestelle in Allershausen aus. Johanna van Amsterdam meldete, dass die Kundenzahl das Lebensmittelangebot übersteige. Auch in Allershausen sind Migranten und Asylbewerber bezugsberechtigt.„Wir hoffen jetzt natürlich, dass wir neue Firmen oder auch Kommunen als Spender gewinnen können.“ Besonderer Dank galt bei der Jahreshauptversammlung vor allem den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Freisinger Tafel. 

78 Mitglieder arbeiteten derzeit aktiv als Helfer. 8400 Arbeitsstunden seien im letzten Jahr geleistet worden. Mit dem zweiten Sammel- und Ausgabetag hätten sich die Einsatzstunden der Helfer von 200 auf 270 Stunden die Woche erhöht. In diesem Jahr rechne man mit einem weiteren Anstieg der Arbeitsstunden. Gute Laune und Ausdauer herrsche trotz dem hohem Arbeitsaufkommen,freute sich der Vorsitzende. „Ihr seid fleißiger, als ein Ameisenvolk“. Zehn Jahre lang hatte Alt-OB Dieter Thalhammer die Freisinger Tafel als Schirmherr begleitet. Jetzt gab er dieses Amt an seinen Nachfolger, OB Tobias Eschenbacher, weiter. Dieser versprach, den „Schirm“ nicht nur symbolisch aufzuspannen, sondern auch etwas zu leisten. Das sei Ehrensache. Denn einen „sozialeren Verein, als die Freisinger Tafel gibt es nicht.

Maria Martin

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