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Bis auf den letzten Platz ausverkauft war der Asamsaal zur Premiere von „Als der Luftkrieg in unsere Heimat kam.

„Als der Luftkrieg nach Freising kam“: Filmpremiere im Asamtheater

„Beeindruckend und bedrückend“

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Freising - Rund drei Jahre lang hat Heimatforscher Ernst Keller zusammen mit einem engagierten Team an dem Antikriegs- und Heimatfilm „Als der Luftkrieg in unsere Heimat kam“ gearbeitet. Innerhalb eines Vormittags war die Premiere im Freisinger Asamsaal restlos ausverkauft.

Das Interesse war riesig, und Gäste und Ehrengäste waren gespannt auf die Dokumentation, die das Ende des zweiten Weltkriegs in Freising und im südlichen Landkreis vor 70 Jahren thematisiert. Insbesondere wird der schreckliche Bombenangriff auf die Kreisstadt am 18. April 1945 in bisher unveröffentlichten Bildern und mit Archivmaterial sowie aus der Sicht von Zeitzeugen und Nachkommen der Opfer eindringlich und mit einer Fülle von Details nachgezeichnet, die unter die Haut gehen (wir haben berichtet).

Realisiert wurde das in ehrenamtlicher Arbeit erstellte Film-Projekt in Kooperation und unter Schirmherrschaft des Kreis-Krieger- und Soldatenverbands Freising, mit Unterstützung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie des Stadtarchivs Freising. 

Bei der Uraufführung unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, moderiert von Jörg Raab, Geschäftsführer Oberbayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, galten Lob und Dank der Festredner dem „Initiator, Produzent, Regisseur und Sprecher“ Ernst Keller. Eschenbacher charakterisierte den 69-jährigen Fürholzener als einen „kreativen, ja sogar raffinierten Heimatforscher“. 

Für ihn sei die Heimatgeschichte „kein Beruf, aber Berufung“ attestierte auch Otto Radlmeier, stellvertretender Vorsitzender des Kreiskrieger-und Soldatenverbandes Freising. Er betonte, dass das Wachhalten der Erinnerung und die Notwendigkeit des Gedenkens „aktueller denn je“ seien. Es sei wichtig, aus den historischen Zusammenhängen von gestern und heute die Lehre zu ziehen, dass sich Geschichte nicht wiederholen dürfe. In diesem Zusammenhang stellte OB Tobias Eschenbacher den Film als einen wichtigen, faktenorientierten Beitrag zur Aufarbeitung über die Verbrechen an der Menschheit heraus. Dadurch entstehe ein komplexes Bild der Heimatgeschichte. „Beeindruckend und bedrückend“ nannte Freisings Alt-OB Dieter Thalhammer, Kreisvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, im Nachgang den zweigeteilten, zweistündigen Film, und zugleich „ein Geschenk und wertvolles Zeugnis der Zeitgeschichte“. Die Spendeneinnahmen bei der Filmpremiere kommen dem Volksbund zu Gute.

Weitere Termine:

Donnerstag, 18. Februar, 17 Uhr, Cineplex Neufahrn. Einlass: 16.30 Uhr. Karten im Vorverkauf erhältlich.

Sonntag, 28. Februar, 17 Uhr, Christi-Himmelfahrtskirche Freising. Kartenausgabe ist am Mittwoch, 17. Februar, von 10 bis 12 Uhr im Evangelischen Pfarramt (Martin-Luther-Straße 10). Restkarten gibt es am 28. Februar in der Kirche.

Die DVD zum Film ist bei Pustet erhältlich (19,90 Euro).

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