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Im ständigen Wechsel gaben das chinesische Jugendorchester (r.) und die Ensembles der Musikschule ihre Repertoires zum Besten. Die Zuschauer quittierten die furiosen Darbietungen mit langanhaltendem Applaus. Am Ende des Konzerts, zu dem 200 Zuhörer gekommen waren, war eine Zugabe die logische Konsequenz. 

Chinesisches Jugendorchester und Musikschul-Bläserensemble geben Konzert

„Bühne frei“ für die musikalische Völkerverständigung

Völkerverständigung einmal anders: So lautete das Motto des gemeinsamen Konzerts des chinesischen Jugendorchesters „Jin Hai Luo Windorchestra“ der ShenZhen-Haibin-Schule aus dem Süden Chinas mit dem Jugendblasorchester und den jungen Blechbläsern der Musikschule.

Freising – Wie einfach es sein kann, sich jenseits aller kulturellen und sprachlichen Barrieren in der universalen Sprache der Musik zu verständigen, hatte der stellvertretende Leiter der Musikschule, Odilo Zapf, schon bei der Begrüßung zum Ausdruck gebracht. Und so konnten weit über 200 Zuschauer den interkulturellen musikalischen Darbietungen der mehr als 60 Musiker aus Freising und China lauschen.

Das Windorchestra beeindruckte mit einer an Professionalität grenzenden Spielfreude. Außergewöhnlich anspruchsvolle Werke, wie das lyrische und doch enorm schwer zu bewältigende „A Little Happiness“ des chinesischen Komponisten Zhang Yifan, gelangen außerordentlich gut und gaben allen Anwesenden einen schönen Einblick in das hohe Niveau der westlich geprägten Musikausbildung in China.

Zur Freude des Publikums durften die jungen Bläser der Musikschule unter der Leitung von Jürgen Wüst, das Jugendblasorchester unter der Leitung von Beate Kittsteiner und die musikalischen Gäste aus dem fernen Osten abwechselnd Kostproben ihrer Repertoires zum Besten geben. Da wechselte die bayerische Sternpolka mit einem von Anna Buchmeier brillant interpretierten „I will survive“ von Gloria Gaynor, bei dem dann auch alle – die Chinesen und die Bayern – lauthals mitsangen.

Unbestrittener Höhe- und Schlusspunkt des Konzerts war die gemeinsame Interpretation eines der populärsten Werke der chinesischen Bläserliteratur: Li Jin-Guang heißt der bei uns unbekannte Komponist von „Tuberose“, eines reizenden Werkes, das mit seiner unendlichen Melodik und der fein durchwobenen Polyphonie zu bezaubern wusste. Tosender Applaus forderte im Anschluss eine Zugabe ein.

Nach dem Austausch von diversen Gastgeschenken versprachen alle verantwortlichen Beteiligten, sich recht bald wieder für eine musikalisch und menschlich so wertvolle Art der Völkerverständigung einzusetzen.

Anschließend wurden die jungen Musiker von der Musikschule und dem Organisator des Austauschs, Cui Hongjia, zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Und da schon schlossen sich erste Freundschaften.

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