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Das zweitälteste Bürgerhaus Freisings: Das Landesamt für Denkmalpflege will das Uth-Haus an der Fischergasse zum Denkmal erklären. Kein Wunder: Teile der Dachkonstruktion datieren aus dem Jahr 1399.

Stadt Freising will das Uth-Haus sanieren

Denkmalstatus statt Abrissbirne

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Freising - Es ist das zweitälteste Bürgerhaus in Freising und soll in den Rang eines Denkmals erhoben werden: das Uth-Haus an der Fischergasse. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat sich deswegen an die Stadt Freising gewandt. Die will das Haus wieder in Schuss bringen – aber nicht sofort.

Frisch sieht das Uth-Haus, Fischergasse 2, nicht mehr aus. Kein Wunder: Wie sich im Planungsausschuss herausstellte, sind Teile der Dachkonstruktion über 700 Jahre alt. Sie datieren aus dem Jahr 1399. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden einige Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen – seitdem steht es allerdings quasi unberührt an der Fischergasse. In Freising gibt es übrigens nur ein einziges älteres Bürgerhaus – schräg gegenüber: das Anwesen Fischergasse 7. 

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege würde das Uth-Haus gerne in den Status eines Denkmals erheben. Dazu muss aber erst das Benehmen mit der Stadt hergestellt werden. Die hat dann die Gelegenheit, Anmerkungen und Korrekturen inhaltlicher Art oder zur Datierung mitzuteilen. Die Entscheidung liegt letztlich jedoch beim Landesamt. OB Tobias Eschenbacher: „Hier zeigt sich, wie eine Stadt mit seinen historischen Substanzen umgeht.“ Man tue sehr gut daran, das Benehmen herzustellen: „Wir haben die Verpflichtung, in Sachen historisches Erbe als Vorbild zu fungieren.“ Dabei wäre diese Vorbildfunktion fast torpediert worden – vor nicht allzu langer Zeit lag sogar eine Abrissgenehmigung für das Haus vor. Freilich bevor man sein genaues Alter kannte. 

Ehe der Planungsausschuss zustimmen konnte, was er dann auch einstimmig tat, sah Karl-Heinz Freitag (FW) noch Klärungsbedarf: Was hat man mit dem Gebäude eigentlich vor? Die Antwort kam vom OB: Im Rahmen der Asamplanung sei das Uth-Haus mit eingeschlossen. Aber: Eine umfangreiche Sanierung müsse noch warten. Der Zeitplan sehe wie folgt aus: Erst sei das Asamgebäude dran, dann der Platz dahinter und dann erst das Areal um das Uth-Haus. Es entsprechend zu sichern, könnte aber schon früher passieren – das heißt beispielsweise, dass das Dach verdichtet wird. Arbeiten eben, die dringend notwendig sind. 

Sebastian Habermeyer (Grüne) sah im lang angelegten Zeitplan ein Problem: „Wenn wir das in vielleicht zehn Jahren herrichten, ist das eine Perspektive, die ich ungern in der Öffentlichkeit vertrete.“ Er sprach sich wie Norbert Gmeiner (SPD) für eine Art der Zwischennutzung aus. Eschenbacher: „In dem Zustand ist das sicher nicht möglich.“ Der OB hielt an der bisherigen Planung fest – kann sich aber gut vorstellen, nach der Sanierung ein Archiv oder Ähnliches im alten Uth-Haus einzurichten.

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