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Eine beeindruckende Klangfülle bot der Gebirgsmusikkorbs unter der Stabführung von Karl Kriner.

Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps

„Exzellentes Musikerlebnis“

Freising -  Die Bürgerstiftung Freising und das Bundeswehr Sozialwerk machten beim Erlös des Benefizkonzertes mit dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr aus Garmisch-Partenkirchen wieder halbe-halbe. Die Besucher in der Luitpoldhalle kamen bei diesem musikalischen Schmankerl indes wieder voll auf ihre Kosten.

Nein, da war nichts mit Bayerischem Defiliermarsch, Alte Kameraden oder dem Tölzer Schützenmarsch. Unter der Stabführung von Oberstleutnant Karl Kriner, in Freising bestens bekannt von früheren Konzerten, wurde eine beeindruckende Klangfülle von Märschen bis hin zu Klassikern aus der Filmszene geboten. Mit der „Wittelsbacher Festfanfare“ – drei Soldaten und eine Kameradin – wurde der Abend eröffnet, eine fulminante Begrüßung für die erwartungsfrohen Besucher.

Was für ein Ohrenschmaus: Die Zuhörer waren von dem Benefizkonzert in der Luitpoldhalle begeistert.

Der erste Höhepunkt war dann die „Theater Music“ in drei Sätzen für sinfonische Blasmusik von Philip Sparke. Die Ouvertüre gestaltete sich als schwungvoller Einstieg ins Werk, getragen vorgetragen dann die Entr’acte und mitreißend schließlich das Finale. Der Marsch „Somme-Kämpfer“ von Ernst Stieberitz, selten gespielt, sollte an die verlustreiche Schlacht an der Somme 1916 erinnern. Da war nichts von Heldentum zu spüren, hier überwog die in Moll gefärbte Tonsprache. Sphärische Klänge gab es zu Beginn des „Traums des Oehngus“ zu hören.

Der zeitgenössische Komponist Rolf Rudin ließ sich bei seinem Werk von der keltisch-irischen Mythologie inspirieren. Mit seiner großen dynamischen Bandbreite – differenzierte Klänge und große Spannungsbögen – gab der Komponist den hervorragenden Musikern jede Gelegenheit, sich zu präsentieren. Und Karl Kriner holte alles aus ihnen heraus. Der Marsch „Hercegovac“ des Julius Fucik (Florentiner Marsch) entließ das Publikum in die Pause. „Unterm Edelweiß“ und swingend daher kommende „Hoffmannstropfen“ waren zum Einstieg in den zweiten Teil eine Hommage an den im Januar verstorbenen ehemaligen Musiker des Musikkorps und bekannten Komponisten aus dem Werdenfelser Land, Ernst Hoffmann. Die ganze Klasse des Klangkörpers aus dem Gebirge wurde bei den Klassikern der Film- und Musicalmusik deutlich.

Eine beeindruckende Klangfülle bot der Gebirgsmusikkorbs unter der Stabführung von Karl Kriner.

Die Melodien aus „Pirates of the Caribbean“ und „The Phantom oft the Opera“ verlangten den Musikern und dem Dirigat viel ab – aber belohnt wurden die Zuhörer mit einem wahren Ohrenschmaus. Am Ende bedankte sich Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher für das „exzellente Musikerlebnis“, nicht ohne zwei Zugaben erbettelt zu haben. Davor nahm der OB Goldmedaille und Urkunde das Bundeswehrsozialwerks entgegen, weil die Stadt Freising sich seit Jahren mit den Benefizkonzerten für das Sozialwerk engagiert, so die Begründung für die Auszeichnung. Mit dem „Zugspitzmarsch“, in den das Loisachtallied eingearbeitet ist, und dem Marschlied „Es war ein Edelweiß, ein kleines Edelweiß. . . .“ kam dann aber das endgültige Ende der Veranstaltung, über die es auf dem Nachhauseweg nur Lob in den höchsten Tönen gab.

Heinz Mettig

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