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Beifall ohne Ende: Die Lerchenfelder Schulfamilie bereite Rektor Hubert Ettinger, hier mit Ehefrau Astrid und Konrektorin Karin Eigeldinger (r.), einen würdigen Abschied.

Mittelschul-Rektor Hubert Ettinger verabschiedet

Finale für den „Architekt der Ganztagsklasse“

Freising - Die Liste der Redner war lang bei der Verabschiedung von Hubert Ettinger. Mit der Neustifter Schulleiterin Renate Bruckmeier meldete sich spontan eine Kollegin zu Wort, die den Vornamen des scheidenden Rektors der Mittelschule Lerchenfeld mit Attributen wie „humorvoll, unaufgeregt, besonnen, echt, ruhig und treu sorgend“ umschrieb

Herzlich willkommen, wer sind Sie? Dürfen wir Sie an ihren Platz begleiten?“ Sehr persönlich hießen Schüler die Festgäste in der Aula der Mittelschule in Lerchenfeld willkommen. Es war der Auftakt einer emotionalen, über zwei Stunden dauernden Abschiedsfeier für den langjährigen Rektor der Schule, Hubert Ettinger. An deren Ende stellte Nachfolger Thomas Dittmeyer fest, dass es wohl eine Weile dauern werde, bis er in die Fußstapfen seines Vorgängers passen werde. Seitens der Vorgesetzten, von Kollegen und Wegbegleitern, insbesondere aber von den Schülern, gab es Lob und Dank.

 Letztere trommelten, führten Tänze auf und trugen Gedichte vor. Schließlich veranstalteten sie mit ihrem scheidenden Schulleiter ein Quiz. Im Stil der Fernsehserie „Dingsda“ umschrieben sie Begriffe, die Ettinger dann erraten musste. So erfuhren die Teilnehmer des Festakts etwa, dass „der Architekt für die Einführung der Ganztagsklassen“ in Lerchenfeld, wie Bürgermeisterin Eva Bönig ihn nannte, „Tänzer, Kaffeetrinker und Hundesitter“ ist. Sich den Lehrer und Pädagogen Hubert Ettinger ohne Schule und sich die Lerchenfelder Mittelschule ohne Ettinger vorzustellen, das fiel nicht nur Eva Bönig erklärtermaßen schwer. 

Wegbegleiter wie Helmut Jendros beschrieben den scheidenden Schulleiter als einen Mann, auf dessen Unterstützung, Verständnis und Hilfe man bauen konnte. An den Stundenplänen habe Hubert Ettinger penibel gebastelt, wie Jendros verriet – mit Hilfe einer Magnettafel. Wohl wissend bei dieser Arbeit, dass „nur ein zufriedener Lehrer ein guter Lehrer ist“, wie er schmunzelnd feststellte. Jendros beschrieb aber auch, welch akribischer Arbeiter Ettinger sein konnte: „Einer der vieles selber gemacht und unzählige Ämter und Aufgaben übernommen hat.“ 

Der Hochgelobte selbst, nahm sich im Konzert der Redner vergleichsweise bescheiden aus. Nach über 40 Jahren im Dienst zeigte er sich „überwältigt“, ob des Lobes und der Anerkennung. Er betonte aber auch, dass er seine Berufswahl, Lehrer zu werden, nie bereut habe: „Wenn ich könnte, würde ich es wieder machen.“

Alexander Fischer

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