Familiendrama in Penzberg: Schwiegertochter stellt sich

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So sieht eine Flüchtlingsunterkunft aus, die nach Ansicht von Reinhard Fiedler einer „Willkommensarchitektur“ entspricht. Das Projekt ist in Kürze bezugsfertig.

In Langenbach entsteht ein Vorzeigeobjekt

Auf 78 Flüchtlinge wartet eine Modell-Unterkunft

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Freising -  Container – das geht nach Ansicht von Reinhard Fiedler gar nicht. Diese Art der Unterbringung von Flüchtlingen fördere „Aggression, Gewalt und Abgrenzung“. Der Freisinger Architekt fordert daher eine „Willkommensarchitektur“ – und zeigt gleichzeitig mit dem Bauherrn Andreas Adldinger, wie so ein Projekt aussehen könnte.

Die von ihm entworfene Flüchtlingsunterkunft in Langenbach, ausgelegt für 78 Asylbewerber, wird Anfang Februar der Regierung von Oberbayern übergeben. Das Gebäude steht am Ortseingang, noch vor der Esso-Tankstelle und der angrenzenden Wohnsiedlung. Der zweigeschoßige Holzbau habe „Modellcharakter“ für ganz Bayern, wie Fiedler betont. Die Zimmereinheiten, etwa 15 Quadratmeter groß und für zwei Personen gedacht, könnten bei Bedarf auch Studenten oder sozial Schwache beherbergen. Und der Holzbau, der in Langenbach in einer Rekordzeit von nur vier Monaten entstanden ist, sei von seiner Konzeption her flexibel für fast jeden Standort. 

Das dürfte mit ein Grund sein, warum der Neubau als Modellprojekt des Landesinnungsverbands des Bayerischen Zimmerhandwerks ausgewählt und deutschlandweit publiziert wurde, wie Fiedler berichtet. Und: Es werde bei den 18. Münchner Tagen für nachhaltiges Landmanagement der TU München als „Best-Practice-Beispiel“ vorgestellt. Bei der Konzeption habe man sich laut Fiedler nicht nur an die Vorgaben der Regierung gehalten, was Raumgröße, Gemeinschaftsräume oder Sanitärbereich betrifft. Auch Flüchtlingsbetreuer hätten ihre Erfahrungen eingebracht. Ausgelegt ist der Holzbau auf eine Lebensdauer von 50 Jahren – weshalb auch eine anschließende Nutzung wichtig ist. Denkbar wäre Vieles – von einer Obdachlosenunterkunft über ein Studentenwohnheim bis hin zu einem Bürogebäude, Kita, Volks- oder Musikschule. Nach Ansicht von Reinhard Fiedler sei es bisher nicht gelungen, „mit dem Flüchtlingsthema architektonisch und städtebaulich würdig umzugehen.“ Im Moment finde eine Ausgrenzung statt: „Die Menschen werden in Käfigen und Lagern untergebracht“. Diese „Abschottungsarchitektur“ sei „ein beweis für die trostlose Unfähigkeit des kommunalen Bauens“. 

Nächsten Donnerstag wird die Modellunterkunft besichtigt. Politiker aus ganz Bayern wollen kommen.

Tag der offenen Tür

Ein Tag der offenen Tür findet am Samstag, 30. Januar, von 14 bis 17 Uhr statt.

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