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Jennifer Fay ist begeisterte Feuerwehrfrau in Freising.

Neues von der Feuerwehr

Frauenpower für die Floriansjünger

„Frauen zur Feuerwehr“ nennt sich die neue Kampagne, mit der ab Montag aktive Mitglieder geworben werden sollen. Wie gut es klappt mit der Frauenpower, beweist Jennifer Fay, die gerade bei der internationalen Firefighter-Combat-Challenge in Berlin für die „Firebears Freising“ gleich zwei Mal auf dem Treppchen stand.

Die Kampagne des Landesfeuerwehrverbands Bayern zur Gewinnung neuer aktiver Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren startet an diesem Wochenende – genauer gesagt am Sonntag. Im Fokus stehen in diesem Jahr Frauen jeden Alters, die für das Ehrenamt Feuerwehr begeistert und gewonnen werden sollen. Unter dem Motto „Frauen zur Feuerwehr!“ rufen sieben aktive Feuerwehrfrauen dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. Das Besondere ist genau die Tatsache, dass keine professionellen Fotomodelle zum Einsatz kommen, sondern Feuerwehrfrauen aus ganz Bayern, die in unterschiedlichsten Funktionen Dienst bei einer FFW leisten. Dadurch wirkt die Kampagne besonders authentisch und glaubhaft.

Da oft noch Vorurteile gegenüber Frauen bei der Wehr bestehen, kokettieren die Feuerwehrfrauen mit diesen Vorurteilen und drehen sie ins Gegenteil um – zum Beispiel, wenn eine der Damen selbstbewusst zum Ausdruck bringt, was in ihrem Alltag die Regel ist: „Wer die Familienkutsche fährt, kann auch ein Löschfahrzeug steuern!“ Solche Aussagen regen nicht nur zum Schmunzeln und Nachdenken an, sie machen auch deutlich, dass es in der FFW viele Möglichkeiten gibt, sich einzubringen.

Wichtige Stütze der Einsatzabteilungen Unter den rund 3940 Aktiven in den Feuerwehren des Landkreises Freising verrichten derzeit über 80 Feuerwehrfrauen ihren Einsatzdienst. „Diesen Anteil gilt es zu erhöhen, denn vor allem tagsüber sind Frauen in vielen Fällen während der Woche eine wichtige Stütze der Einsatzabteilungen, da sie am Wohnort verfügbar sind und auf unterschiedlichste Weise Schulter an Schulter mit den männlichen Kollegen ihrer Aufgabe uneingeschränkt gerecht werden“ sagt Kreisbrandrat Heinz Fischer. Die Angst, Dinge tun zu müssen, die psychisch belastend oder körperlich überlastend sind, ist unbegründet. „Jeder Kommandant achtet darauf, dass genau dies nicht geschehen wird“, sagt der Kreisbrandrat weiter. Die Kampagne ist ein Aufruf an alle Frauen, die eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung suchen, bei der auch der gesellige, gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt: Bei einer Vielzahl von gemeinsamen Veranstaltungen ist die ganze Familie gern gesehen. Weil sie neu nach Freising gezogen war, hatte sich auch Jennifer Fay vor einigen Jahren der FFW Freising angeschlossen, und dies nicht bereut. 

Die Ausbildung, die Einsätze und ihr besonderes Steckenpferd, die Leistungsprüfungen, begeistern sie noch heute. Gerade hat Fay wieder mit den „Firebears“, zu denen inzwischen Wehrleute aus dem ganzen Landkreis gehören, bei der internationalen Firefighter Combat Challenge überzeugt. Zu diesem ultraharten Wettkampf in kompletter Atemschutzausrüstung waren in Berlin rund 250 aktive Wehrleute angetreten. „Heuer waren wieder Ungarn, Österreicher, Polen, Franzosen, Schweizer, Engländer und sogar ein Feuerwehrkamerad aus Kuwait mit dabei“, berichtet die Freisingerin. Jennifer Fay holte sich in der Damenwertung Platz 2, im Mixed Tandem mit Simon Keilhofer Platz 3. Das gesamte Landkreis-Team sicherte sich in der Staffelwertung Platz 27.

Das Schönste“, findet Fay aber, „an diesen Feuerwehr-Wettkämpfen, ist der Zusammenhalt. Ist ein Gegner schneller als der andere, wird dieser auf dem Rest der Wettkampfstrecke noch bis zum Schluss angefeuert, auch wenn nicht mehr viel Puste übrig ist – und wenn nötig in Englisch.“ Diesen Zusammenhalt liebt sie bei der FFW, und kann anderen Frauen den Beitritt nur empfehlen.

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