Der Jugendchor unter der Leitung von Ursula Bongard und Hedwig Raschke setzte Glanzpunkte im Programm. Das Repertoire reichte von Klassik bis Moderne. Die einfühlsame Begleitung am Flügel kam von Luisa Bormann (7 d).

„Night of the proms“: Konzertereignis am Camerloher-Gymnasium

Fulminante Fanfare zum Jahresschluss

Freising - Einen beeindruckenden musikalischen Schlusspunkt unter das Camerloher-Schuljahr setzten die Konzertabende „Night of the Proms“. Rund 250 Schüler der 5. bis 8. Klassen unterhielten das Publikum am Donnerstag- und Freitagabend bestens.

„Night of the Proms“ heißen die berühmten Promenadenkonzerte in London. Sie finden immer in den Sommermonaten statt. In London ist es dann meistens warm und feucht. „Das ist heute Abend bei uns ähnlich“, meinte Schulleiterin Andrea Bliese bei ihrer Begrüßung. 

Denn kurz vor Konzertbeginn sorgte ein kräftiger Regenguss für schwülwarme Temperaturen in der Aula. Den jungen Musikern schien das nichts auszumachen. Hochmotiviert und konzentriert präsentierten sie ein fast zweieinhalbstündiges Programm quer durch die Musikgeschichte und die verschiedenen musikalischen Stilrichtungen. Schulleiterin Andrea Bliese hatte sich im Internet schon ein Promenadenkonzert in London angesehen. Dort spielen sie – wie das Jugendsinfonieorchester des Camerloher-Gymnasiums auch – ein Medley aus den Harry-Potter-Filmen. „Das, was die Londoner zeigen, ist eher langweilig“, urteilte Andrea Bliese. „Ich bin mir sicher, da ist unser Orchester besser.“ Die Schulleiterin hatte nicht zu viel versprochen. Nicht nur das Harry-Potter-Medley war allererste Sahne, sondern auch das restliche vielfältige Programm. 

Für den Auftakt zu Beginn und nach der Pause sorgte das Jugendblechbläserensemble unter der Leitung von Gunther Fendler. „Divertissement & Superpositions“ von André Waignein war eines dieser schwungvollen Stücke. Der Jugendchor unter der Leitung von Ursula Bongard und Hedwig Raschke war mit Liedern von Mozart über ABBA bis hin zu Adele Adkins ein Garant für beste Unterhaltung.

Für die vielen Fünftklässler war es der erste große Auftritt vor rund 600 Zuhörern. Sie meisterten ihr Lampenfieber perfekt. Das bewies auch der Nachwuchs im NewCamer-Orchester unter der Leitung von Sebastian Brand. Mit seiner Interpretation der „Mission Impossible“-Titelmusik hatte das NewCamer-Orchester genau den Geschmack des Publikums getroffen. Genauso eindrucksvoll spielte das 80-köpfige Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Marianne Brand, das nicht nur das Harry-Potter-Medley perfekt umsetzte, sondern beispielsweise auch Dvoraks „Humoreske Nr. 7“ im Repertoire hatte oder Musik aus den „Star-Wars“-Filmen.

 Damit nicht genug: Der Arbeitskreis Akrobatik (Leitung: Daniela Spies) begleitete mit einer Schwarzlichtnummer den Jugendchor bei Mozarts „Das klingt so herrlich“ und bereicherte das Programm mit seinen Akrobatiknummern bei Dvoraks „Humoreske“. Beim Jugendholzbläserensemble (Leitung: Lucinde Haeselbarth) gab’s eine Weltpremiere. Charlotte von Urff (Klasse 7 a) und Bartholomäus Schlüter (Klasse 8 a) sind nicht nur auf ihren Instrumenten (Oboe und Fagott) eine Klasse für sich. Sie brillierten beim Sommerkonzert auch als Nachwuchskomponisten mit ihren Stücken „Sehnsucht“ und „Rausschmeißer“. Für eine informative Überbrückung der Umbaupausen sorgte Moderator Andreas Decker, für Erfrischungen in der Pause Barbara Schröter mit Schülern der Q 11. Den fulminanten Schlusspunkt setzte der Jugendchor zusammen mit einem Teil des Jugendsinfonieorchesters. Mit „The Lion sleeps tonight“ aus dem Film „The Lion King“ verabschiedeten sie die Zuhörer in die schwüle Sommernacht.

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