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Magnetische Filzkugeln können Dombesucher auf einer Infotafel postieren. Sie sind in einem Kasten deponiert, der wiederum in verschiedene Erfahrungskästchen aufgestellt ist. So hinterlassen die Besucher eine ganz individuelle Erfahrungsspur.

Kunstinstallation im Mariendom vorgestellt

Die ganze „Tragweite“ der Barmherzigkeit

Freising: „Lust machen“ zum Mitmachen soll sie, sagt Michael Schmidt. Der Mann vom Studio komplementaer in Köln hat sichtbar selbst große Lust, mitzumachen. Mitzumachen beim interaktiven Projekt „Tragweite“, das im Jahr der Barmherzigkeit durch die Diözese wandern wird.

„Lust machen“ zum Mitmachen soll sie, sagt Michael Schmidt. Der Mann vom Studio komplementaer in Köln hat sichtbar selbst große Lust, mitzumachen. Mitzumachen beim interaktiven Projekt „Tragweite“, das im Jahr der Barmherzigkeit durch die Diözese wandern wird.

Es geht natürlich um Barmherzigkeit. Aber wie transportiert man dieses Thema? Wie sensibilisiert man die Menschen dafür, was Papst Franziskus in seiner Verkündigungsbulle ausgerufen hat? Vor diesen Fragen habe man gestanden, berichtete Georg Schmidtner, der Leiter des Fachbereichs Stadt- und Landpastoral in der Erzdiözese. Die Lösung: Zum einen ein kleines Leporello, auf dem die sieben Werke der Barmherzigkeit verzeichnet sind, und das nun überall in der Diözese verteilt wird. Zum anderen die Wanderausstellung „Tragweite“, die man zusammen mit dem Kölner Studio konzipiert habe. Das Ziel der Ausstellung, die im Vorraum des Mariendoms aufgebaut ist: „Sich einen Moment Zeit nehmen für einen Perspektivenwechsel“, so sagt Schmidtner. 

Barmherzigkeit, erklärt Schmidt, habe stets etwas mit „tragen“ und „ertragen“ zu tun, woraus sich der Titel der interaktiven Ausstellung erkläre. Interaktiv, weil der Besucher beispielsweise an einer Station aus sechs Erfahrungen eine oder mehrere Möglichkeiten auswählen kann, wann und wie er selbst Barmherzigkeit erfahren hat: „Ein Fehler wurde mir verziehen“ zum Beispiel oder auch „Ich wurde getröstet“. Verschiedenfarbige, magnetische Filzkugeln gehören zu jeder Erfahrung, sollen von den Besuchern dann an der magnetischen Stellwand angebracht werden, auf der die Geschichte des Samariters (Lukas 10, 30-35) zu lesen ist. 

So hinterlasse jeder Besucher seine „Spur“, erklärt Schmidt. Außerdem bekomme man „einen anderen Blick auf sein Leben“. Und weil es gar nicht so leicht sei, barmherzig zu sein, gelte es auch „Barmherzigkeit zu üben“ – wie eine andere Station heißt. Das ist doppeldeutig gemeint: Barmherzigkeit ausüben und einüben. Und dann ist da noch ein Buch, in das die Besucher ihre ganz eigenen Erfahrungen mit der Barmherzigkeit schildern können. 

Domrektor Monsignore Rainer Boeck ist froh, dass diese Ausstellung im Freisinger Mariendom startet. Danach wandert sie nach Landshut. Enden wird sie im Münchner Liebfrauendom – und zwar dann, wenn Reinhard Kardinal Marx das Jahr der Barmherzigkeit im Rahmen des Korbinianfestes in Freising beendet

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