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Mit einer Rose in der Hand ernteten die Darsteller ihren Applaus.

„Die zertanzten Schuhe“

Rasantes Tanzspektakel

Geballte Tanzkunst in der Schule: Die Tanzwerkstatt Christina Ashton verwandelte am Wochenende die Aula des Camerloher Gymnasiums in ein wahres Märchenschloss, in dem sich 135 Tänzer tummelten. Ein Geschenk, nicht nur für die Mamas.

Freising– Frei nach den Brüdern Grimm interpretierten die Schüler der Tanzwerkstatt Christina Ashton das Märchen „Die zertanzten Schuhe“. Leichtfüßig machten sie damit natürlich auch ihrer „Mama“ ein Geschenk. Das „Märchen zum Muttertag“ war sowohl am Samstag- als auch am Sonntagabend ausverkauft. Die bezaubernde Choreografie wurde von Erzähler Alexander Nadler begleitet, der gleichzeitig den König mimte.

Immer nachts verschwinden die zwölf Prinzessinnen und kommen mit ruinierten Schuhen zurück. Kein Wunder, dass der König (Alexander Nadler) tagsüber in seinem Schlossgarten im Liegestuhl einschläft und irgendwann von den Waldgeistern und Blumenkindern geweckt wird. Da muss er sich aber erst einmal die Augen reiben. Dann über sein Nickerchen hinweg hat sich der Schlossgarten mit Menschen gefüllt. Ganz vielen Menschen. „Muss ich die vielen Paparazzi begrüßen?“, fragt er sich. „Nein.“ Nur die wolle er herausheben, die Muttertag feierten. Und „Danke“ wolle er sagen für die Leistung, die von denen das Jahr über erbracht werde. Dass er damit natürlich gleich „beim Thema“ war, versteht sich von selbst.

„Auch wir sind Vater“, seufzte der geplagte Schlossherr. Die zwölf Töchter sperre man jede Nacht im Zimmer ein, jeden Morgen seien die Schuhe „kaputt, zerschlissen, zertanzt. Wir haben da so unsere Sorgen.“ Wanderbursch Luigi (Louis Stojan) soll hinter das Geheimnis kommen. „Sehen Sie selbst“, ermunterte der König die Zuschauer. Wald-, Wasser- und Schlossgeister, Kobolde und Nixen schwebten herein und begleiteten die Prinzessinnen in die Unterwelt, wo sie auf ein verborgenes Schloss mit zwölf Prinzen stießen. Grazil setzten die jungen Elevinnen die Schritte aufs Parkett.

Klassisches Ballett und Hip-Hop waren in der Choreografie von Christina Ashton enthalten. Gabi Forster hat das aufwendige Programm mit den Kindern einstudiert. Mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und René Aubry, einem zeitgenössischen französischem Komponisten, hatten die Veranstalter den passenden klanglichen Rahmen für das rasante Tanzspektakel gefunden.

Ob sich auch die quirligen jungen Tänzer bei den vielen Proben die Schuhe zertanzt haben? Gelohnt haben sich die Mühen auf alle Fälle. Denn als sich alle Mitwirkenden zum Abschluss der Aufführung nochmals auf der Bühne versammelten, erwartete sie tosender Applaus. Alle Darsteller hielten dabei eine Rose in der Hand. Möglicherweise wurde die eine oder andere Blume anschließend einer stolzen Mama überreicht.

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