Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

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Bezaubernd: Die Band „Beleza“ in der Orangerie.

„Beleza“ in der Orangerie

Für Genießer

Freising - Wohl der, die einen begnadeten Musiker zum Freund hat. Die Sängerin Julia Schröter erhielt jüngst bei ihrem Auftritt mit der Samba-Band „Beleza“ in der Orangerie einen Zettel zugesteckt. Mit Tipps für die Aussteuerung der Gesangsanlage. Von Norbert Bürger, seines Zeichens Gitarrist, Komponist und Bandleader.

„Im unteren Bereich zu dumpf“, lautete sein Kommentar. Was für ein feines Gehör! Erstaunlich bei einer Geräuschkulisse, die zu diesem Zeitpunkt noch von Tellergeklapper und Tischgesprächen bestimmt war. Das sollte sich ändern, im Verlauf eines von Latin-Jazz und unwiderstehlichen Sambaklängen bestimmten Konzertes. 

Der Abend stand unter dem Motto „Cantare e Mangiare“. Die Nebengeräusche waren also verständlich. Die Musiker störte das mitnichten. Sie warteten gleich mit einem Weckruf auf. Einem von Antônio Carlos Jobim. Kann gut sein, dass die eine oder andere Nudel kalt geworden ist, bei der Strahlkraft und der Dynamik mit der die Band die Sache anging. Die Stimme von Julia Schröter bahnte sich hell und klar ihren Weg bis in den letzten Winkel des vollbesetzten Lokals. Ihr Konterpart Uli Wunner griff zur Klarinette, phrasierte, kokettierte mit den Harmonien des grandios in Szene gesetzten Stücks. Getragen von dem sonoren Bass, den gut getakteten Tönen die Yvo Fischer seinem Instrument entlockte, und dem stets forcierendem Schlagwerk von Stephan Treutter. Der Drummer setzte bisweilen einen drauf. 

Mit kraftvollen Soli, die den Feinschmecker ihre kulinarischen Genüsse glatt vergessen ließen. Geniestreiche, für die es spontan Beifall gab. Dazu das Portugiesisch brasilianischer Prägung, eine Sprache - die an sich schon Melodie genug ist und die Schröter mit bewundernswerter Leichtigkeit zu singen und zu interpretieren wusste. Hervorragend ins Bild passten Jazzballaden, die man umarrangiert und in Sambas verwandelt hatte. Nicht zu vergessen die filigrane Begleitung von Gitarrist John Brunton, dessen Spiel von ungeheurer Präsenz zeugte. Stellte sich noch die Frage, was aus dem Spickzettel geworden war? Den hatte die begnadete Sängerin mit einem Lächeln wegsteckt. Wie auch immer, am bezaubernden Klang von „Beleza“ mochte niemand mehr etwas aussetzen. Auch Norbert Bürger nicht.

Alexander Fischer

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