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Die flacheren Kiesbänke waren gestern Mittag zwar schon überflutet. Tanja aus Freising konnte aber mit ihrem Vierbeiner noch an der Korbiniansbrücke Steinchen werfen – und dabei beobachten, wie der Pegel unaufhörlich stieg. 

Nach Dauerregen 

Freising: Hochwassergefahr? Pegelstände unter stetiger Beobachtung

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Die Bilder von 2013 hat jeder noch vor Augen: Isar und Moosach traten über die Ufer und sorgten mit einem Jahrhunderthochwasser für massive Schäden. In Freising ist man, was Überschwemmungen betrifft, deshalb besonders sensibel.

Freising – Mit Beginn des Dauerregens werden die Pegelstände überprüft. Akute Hochwassergefahr droht aber nicht. Von Dienstag auf Mittwoch fielen rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter, bis Donnerstag werden weitere 30 Liter erwartet. Der Pegel der Isar stieg daher deutlich an. Die Prognose am Mittwoch lautete, dass die „Reißende“ an der Meldestufe 1 kratzt. Der normale Stand der Isar liegt bei etwa 60 Zentimetern. Am Mittwoch werden tagsüber wohl rund 90 Zentimeter erreicht, im Laufe des Donnerstags soll die Isar dann bei einem Pegelstand von gut zwei Metern liegen. Die Meldestufe 1 beginnt bei 230 Zentimeter. Im Juni 2013 waren es 388 Zentimeter.

Die Feuerwehr Freising beobachtet die Situation: „Wir sind entspannt“, sagt Stadtbrandinspektor Anton Frankl. Die Isarufer seien bestens präpariert und auf Hochwasser vorbereitet – da „ist die Meldestufe 1 eigentlich nichts“. Die Böden seien durch die lange Trockenheit der vergangenen Wochen aufnahmefähig. „Nur, wenn jetzt plötzlich 100 Liter in kürzester Zeit fallen, wird’s gefährlicher.“ Obwohl derzeit keine Gefahrenlage bestehe, sei klar: „Wir sind wachsam.“

Ohnehin sei die Reißende nicht das große Problem – „2013 hat uns die Schleifermoosach überrascht“, erklärt Frankl. Deren Wasserstand ist aber unbedenklich: Gestern lag er tagsüber bei rund 50 Zentimetern. Zum Vergleich: Beim Jahrhunderthochwasser waren es 231 Zentimeter. Dort ist man also noch weit von einer Hochwasser- oder gar einer Gefährdungslage entfernt. Das gleiche gilt für die Amper.

Im Landratsamt, das für den Katastrophenschutz zuständig ist, hat man die aktuelle Lage auch im Blick: „Das wird natürlich beobachtet“, sagt Pressesprecherin Eva Dörpinghaus. Bei Meldestufe 1 sei keine Gefahr im Verzug, „das ist nicht dramatisch“. Außerdem gingen die Pegelstände bald wieder zurück. Dann müsse man sich eher Sorgen wegen drohendem Sonnenbrand machen. 

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