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Kripo deckt fingierten Raub

Kaufmann täuscht Überfall vor

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Eching - Weil er in finanziellen Schwierigkeiten steckte, täuschte  ein Geschäftsmann aus Eching einen Raubüberfall auf sich selbst vor. Doch die Kripo hat den Braten schnell gerochen und nach einer Vernehmung des 43-Jährigen den Fall binnen weniger Stunden aufgeklärt.

Völlig aufgelöst kam der 43-jährige Geschäftsinhaber zur Neufahrner Polizei und teilte mit, dass er gerade „von einem unbekannten Mann überfallen und ausgeraubt wurde“, wie Neufahrns PI-Chef Peter Vogtleitner gestern meldete. Der 43-Jährige tischte den Beamten am "Tatort" eine dramatische Räuberpistole auf: Er sei gerade auf dem Weg zu seinem Auto gewesen, als ihn ein Unbekannter Angreifer an der Ecke Bahnhof-/Herbststraße in eine Thujenhecke gedrückt und ihm aus der Jackentasche etwa 4000 Euro gezogen habe. Anschließend soll der Räuber zum Winterweg geflüchtet und weiter entlang der S-Bahn-Strecke in Richtung Lohhof gelaufen sein.

Sofort fahndeten zehn Polizeistreifen der Neufahrner Polizei sowie der angrenzenden Dienststellen und ein größerer Polizeihubschrauber der Bundespolizei nach dem Flüchtigen, von dem keine nähere Personenbeschreibung vorlag. Eine Streifenbesatzung fand in einem Garten am Überfallort dann die Geldbörse des Kaufmanns.

Anschließend aber vernahm der Kriminaldauerdienst der Erdinger Kripo den Echinger in der Neufahrner Polizeidienststelle. Ergebnis: Die Kriminaler zweifelten bald an dem geschilderten Überfall. Und sie sollten Recht behalten.  Bald räumte der Geschäftsmann ein, den Raub wegen finanzieller Schwierigkeiten erfunden zu haben. Das angeblich geraubte Geld hatte er im Kofferraum seines Autos verstaut. Gegen den 43-Jährigen wurde von der PI Neufahrn ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet.

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