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Für „Nicht-Autofahrer“ setzt sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Landkreis schon seit 25 Jahren ein – hartnäckig und erfolgreich. Darauf stießen die Gründungsmitglieder (v. l. ) Klaus Dieter Walter, Ulrich Kias, Susanne und Harald Heinrich und Syvia Fiegert an. Alfred Schreiber (nicht auf dem Bild) führt heute den VCD.

25 Jahre VCD-Kreisverband

Für ein Leben jenseits des Automobils

Freising - 25 Jahre Verkehrsclub Deutschland (VCD) – Kreisverband: seit einem Vierteljahrhundert engagieren sich die Mitglieder aus Freising, Erding und Dachau für nachhaltige Mobilität in ihren Landkreisen. An die Anfänge erinnerte man sich bei der Jubiläumsfeier im Heiliggeistspital.

Vor den Stellwänden mit historischen Fotos und Zeitungsausschnitten ließ Gründungsmitglied Harald Heinrich die Zeit Revue passieren, als man 1991 „an den Start“ ging. Mit dem eigenen Nachwuchs auf dem Kindersitz des Fahrrades seien die alltäglichen Wege durch die Innenstadt oft zu einer logistischen Herausforderung geworden, erinnerte sich Heinrich. 

Zusammen mit seiner Frau Susanne habe er deshalb die Werbetrommel gerührt, um Gleichgesinnte zu finden, dass auch „Nicht-Autofahrer“ ihren Platz in der Stadt bekämen. Kurz nach der Gründung des Vereins, habe man sich bereits daran gemacht, die Vision einer Fußgängerzone in Freising zu verwirklichen.1000 Unterschriften habe man dem damaligen Freisinger OB Adolf Schäfer im Jahr 1992 überreicht, erinnerten sich die Gründungsmitglieder. 

Dass manche Dinge ein bisschen länger dauern, das konnte auch Vorsitzender Alfred Schreiber bestätigen. Schon im Jahr 1994 hatten die Mitglieder des VCD Kreisverbandes angeregt, bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Freising an eine Installation von Isarstegen zwischen Lerchenfeld und Luitpoldanlage sowie zwischen Savoyer Au und Bahnhof-Seilerbrückl zu denken. Gerne erinnerte man sich auch an die vom VCD organisierte Sonderfahrt des „Holledauer Bockerls“ zwischen Zolling und er Schlossallee in Haag. Ein „ganz großes Thema“ sei selbstverständlich stets der Flughafen gewesen, so Schreiber. Lärmproblematik, Nachtflugregelung und schließlich auch der drohenden Ausbau der dritten Start- und Landebahn – der VCD sei von Anfang an mit dabei gewesen, als es um den Widerstand ging. Bewusst habe der Verein sein 20-jähriges Jubiläum vor fünf Jahren in Freising abgehalten, sagte stellvertretende Landrätin Birgit Mooser-Niefanger. 

Man habe damit auf die „verkehrspolitische Todsünde“ einer weiteren Startbahn hinweisen wollen. Dass das Fahrrad „Premium-Mobilität“ der Zukunft werden könnte, daran erinnerte ödp-Stadtrat Ulrich Vogl. Man müsse die Politik davon überzeugen, dass der nicht motorisierte Individualverkehr an Bedeutung gewinne. In der Kreisstadt Dachau scheint ein entsprechendes Signal bereits Wirkung getragen haben haben. Denn dort soll im Sommer mit dem Bau einer „Bike&Radl-Anlage“ begonnen werden.

Maria Martin

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