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Die Chefs der drei Freisinger Gymnasien, (v. l.) Manfred Röder (Dom), Nicole Storz (JoHo) und Andrea Bliese (Camerloher) informierten die Eltern in der Aula des Dom-Gymnasiums.

Gemeinsamer Infoabend am „Dom“

Mutmacher für die gymnasiale Laufbahn

Freising - Das Gymnasium ist seit einiger Zeit in der öffentlichen Debatte in den Hintergrund geraten. Beim gemeinsamen Informationsabend machten die drei Freisinger Gymnasien am Donnerstag zunächst einmal viel Werbung für ihren Schultyp – und dann gings ins Detail.

Der Einladung des Dom-Gymnasiums, das heuer den Infoabend organisiert hatte, folgten über 500 Eltern, so viele wie schon lange nicht mehr. Die stehen vor der schwierigen Frage: Welche Schulart passt für mein Kind? Manfred Röder, Leiter des gastgebenden Dom-Gymnasiums, sieht das Gymnasium als eine echte Chance für die Kinder: „Das Gymnasium bietet die tolle Chance auf eine spannende Entdeckungsreise, auf eine Expedition mit besonders buntem Programm und vielfältigsten Stationen, eine Einladung zu Streifzügen durch die Welt des Wissens, bei denen sich durchaus praktische Fähigkeiten und nicht zuletzt eine Fülle von sozialen Kompetenzen gewinnen lassen.“ Röder empfahl den Eltern, dass sie sich auf die Übertrittszeugnisse der Grundschulen als Orientierungshilfe verlassen sollen. „Die hier getroffenen Feststellungen haben einen hohen Prognosewert“, machte er Mut, ihr Kind die gymnasiale Laufbahn einschlagen zu lassen. 

Er verwies dabei auf eine breite Palette von Unterstützungsmaßnahmen auf der Reise zum Abitur: „Ich denke dabei beispielsweise an die Intensivierungsstunden, an den Einsatz der Übertrittslotsen oder auch an die Stunden für die individuelle Förderung in der Mittelstufe.“ Röder, Andrea Bliese (Schulleiterin des Camerloher-Gymnasiums) und Nicole Storz (Schulleiterin des JoHo) stellten kurz ihre jeweilige Schulen vor, ehe die Beratungslehrkräfte der drei Gymnasien, Silke Hatzinger vom Camerloher-Gymnasium, Veronika Grießl vom Josef-Hofmiller-Gymnasium und Torsten Krauß vom Dom-Gymnasium, detaillierter die jeweiligen Profile der drei Freisinger Gymnasien erläuterten. Das musisch ausgerichtete Camerloher-Gymnasium hat neben den beiden Fremdsprachen Latein und Englisch auch das Kernfach Musik und hat auch einen Schwerpunkt im Bereich Kunst. Die naturwissenschaftlich-technologische sowie im zweiten Zweig die sprachlich Ausrichtung weist das Josef-Hofmiller-Gymnasium vor. Schwerpunkte sind hier die Fächer Chemie und Informatik in der Mittelstufe. Das sprachliche und humanistische Profil mache das Dom-Gymnasium aus. Im sprachlichen Bereich lernen die Schüler mindestens drei Fremdsprachen. Die humanistische Ausrichtung bietet in der Mittelstufe Altgriechisch an. Die Beratungslehrkräfte betonten, bei all den Unterschieden im jeweiligen Profil der Schulen, dass in fast allen Fächern – etwa Mathematik oder Deutsch – an allen drei Gymnasien ein und derselbe Lehrplan gelte. Und in der Oberstufe seien dann am Ende alle Unterschiede ohnehin aufgehoben. 

Manfred Röder verdeutlichte den Eltern, dass sie in Freising eine optimale Situation vorfänden, da sie „bis auf den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweig“ alle anderen gymnasialen Profile vorfinden, die es in Bayern gibt. „Wer aber die Wahl hat, hat auch die Qual, den richtigen Weg für das eigene Kind zu finden“, weiß Röder. Und um diese Qual zu lindern, nutzen die Eltern sehr intensiv die Möglichkeit, sich an den Infoständen der drei Freisinger Gymnasien noch genauer zu informieren.

sp

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