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Musterfläche : Wie auf dem kleinen Stück zu sehen, soll künftig das gesamte Dach des „Asam“ aussehen. 

Asam-Dach

Knifflige Riffel

Das Asamgebäude bekommt ein neues Dach. Ziegelrot soll es sein. Da ist man sich einig. Und doch wurde der endgültige Beschluss vertagt.

Freising – Sie stammt aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und wird im Zuge der Sanierung des Asamgebäudes ausgetauscht: die dunkelgraue Dacheindeckung. Welche Farbe das Dach des Asamkomplexes künftig erhält, das hat die Stadt Freising inzwischen mit dem Landesdenkmalamt geklärt: ziegelrot. So war es nämlich ursprünglich einmal, wie Ziegelfunde aus der Erbauungszeit des Asamgebäudes im Bauschutt gezeigt haben.So weit, so gut – zumal sich die Maße für so eine Schindel mit Korbbogenschnitt seit 300 Jahren erstaunlicherweise nicht geändert haben: 18 Zentimeter breit, 38 Zentimeter lang, 1,8 Zentimeter dick. Eine rund zehn Quadratmeter große Musterfläche hat man jetzt bereits eingedeckt, anhand derer sich die Mitglieder des Finanzausschusses am Montag ein Bild von der Wirkung der späteren Eindeckung machen konnten.

Doch so einfach, wie sich die Entscheidung anhört, ist sie nicht. Grund: Weil es sich um ein Mammutprojekt handelt, werde man die Dachdeckerarbeiten wohl an mindestens zwei Firmen vergeben müssen, erläuterte Hochbauamtsleiter Robert Naujokat. Und weil normalerweise – allein schon aus Gründen der Gewährleistung – die Firmen dann die vorgeschriebenen Ziegel selbst mitbringen, man aber nicht Hersteller-bezogen ausschreiben dürfe, könne es sein, dass die Ziegel leicht unterschiedliche Farben aufweisen. Das könne sogar auch passieren, wenn die Ziegel von demselben Hersteller, aber aus verschiedenen Chargen stammten, gab zum Beispiel Sebastian Habermeyer (Grüne) zu bedenken. Er und Benno Zierer (FW) fragten sich auch, ob die in den Musterschindeln vorgesehene Riffelung der Ziegel unbedingt sein müsse. Nach zwei Jahren würden das nur noch Fachleute sehen. Und es sei zu vermuten, dass die Ziegel mit Riffelung um ein gutes Stück teurer seien als die ohne Riffelung. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung auf die kommende Stadtratssitzung verschoben. Bis dahin soll die Verwaltung den Preisunterschied herausfinden.

Naujokat versicherte zudem mehrfach, dass der Verwaltung das Problem der Ziegelfarbe durchaus bewusst sei. Man arbeite derzeit daran, die Sache vergaberechtlich so hinzubekommen, dass man das Risiko verschiedener Farbnuancen verhindern, zumindest minimieren könne.

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