Hauptversammlung der FFW Freising

Wer nicht übt, rückt auf die Ersatzbank

Freising - 2015 war kein ruhiges Jahr für die Feuerwehr Freising, aber es war auch kein außergewöhnlich aufregendes. Die Zahlen, die Stadtbrandinspektor Anton Frankl bei der Jahreshauptversammlung am Freitag bekannt gab, lassen diesen Schluss zu.

Zu 466 Einsätzen rückte man im vergangenen Jahr aus – darunter 72 Brände, 93 Fehlalarme und 219 technische Hilfeleistungen. 2014 waren die Freisinger Floriansjünger 526 mal zu Einsätzen ausgerückt, 2013 sogar 617 mal. Dabei, so die wesentlichen Kennzahlen eines Feuerwehrjahres, wurden 6074 Stunden Dienst am Nächsten geleistet. Nimmt man die Zeit hinzu, die beispielsweise noch für Ausbildung und Übungen absolviert wurde, dann kommt die Freisinger Feuerwehr auf 18 340 Stunden.

Weitere wichtige Zahlen: Exakt 200 Aktive zählte man Ende 2015 bei der Feuerwehr Freising. Hinzukommen die 31 Jugendlichen, 47 passive Mitglieder und der Spielmannszug, so dass es insgesamt 318 Uniformträger bei der Freisinger Wehr sind. Einige davon, und das betonte Frankl ausdrücklich, könnten demnächst „auf die Ersatzbank“ gesetzt werden. Nämlich dann, wenn sie die Mindestanforderung von sechs Übungsteilnahmen pro Jahr nicht erfüllen. Da werde es dann schon ein Gespräch mit ihm und seinem Stellvertreter Oliver Sturde geben, sagte Frankl vor den versammelten Kameraden. Doch auch wer einmal auf die Reservebank verbannt worden sei, könne durch mehr Einsatz und Engagement schnell wieder Stammspieler werden – sprich: Das Ausrückverbot könne selbstverständlich wieder aufgehoben werden. 

Aus dem Feuerwehrverein Freising mit seinem Vorsitzenden Thilo Kachel gab es zu berichten, dass bei der Oldtimergruppe auf Franz Braun nun als führender Kopf und Ansprechpartner Harald Ott gefolgt sei, und dass der Spielmannszug 2015 bei 24 Auftritten die Feuerwehr und die Stadt Freising repräsentiert habe. Und auch finanziell ist es um den Verein gut bestellt, wie der Kassenbericht von Johannes Past zeigte: Nach Einnahmen von 74 800 Euro und Ausgaben von 71 100 Euro hat man nun 51 360 Euro in der Kasse und verfügt außerdem über eine Rücklage in Höhe von 21 000 Euro. Alles in allem konnte OB und Dienstherr Tobias Eschenbacher zu Recht stolz auf die Feuerwehrleute sein. Und was Ausrüstung & Co. der Feuerwehr angehe – beispielsweise der 3,4 Millionen Euro teure Neubau der Feuerwache 2 in Lerchenfeld -, versicherte das Stadtoberhaupt: „Die Unterstützung, die ihr bekommt, habt ihr euch auch verdient.“ Es folgten Aufnahmen, Beförderungen und Ehrungen – zum Beispiel für Ludwig Huber und Max-Josef Ismaier, die beide seit 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leisten.

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