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1000-Euro-Fund: Freisinger steht plötzlich vor einem Haufen Scheine

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Das passiert auch nicht alle Tage: Bei seinem Weg durch Freising steht ein 20-Jähriger plötzlich vor einem Haufen flatternder Geldnoten - und tut etwas, was in der Domstadt offenbar nicht mehr ungewöhnlich ist.

Ehrlicher Finder, glückliche Verliererin: Am Donnerstag gegen 16 Uhr hat ein Freisinger (20) auf der Mainburger Straße Ecke Klebelstraße zehn 100-Euro-Scheine entdeckt – 1000 Euro. „Das Geld lag buchstäblich auf der Straße beziehungsweise auf dem Gehweg“, schreibt die Polizei Freising. Der junge Mann sammelte das Geld auf, wurde dabei noch von einem älteren Herrn angesprochen und brachte seinen Fund umgehend zur PI Freising. 

Nach etwa einer halben Stunde erschien dann der erwähnte Senior und fragte vorsichtshalber noch mal nach, ob das Geld tatsächlich abgegeben worden sei. Als die Polizei ihm das bestätigte, zog er zufrieden von dannen. Nur eine Stunde später traf dann eine völlig aufgelöste Österreicherin bei der Wache ein. Unter Tränen berichtete sie einem der diensthabenden Beamten, dass sie vor Kurzem 1000 Euro verloren habe. Das Geld habe sie in zehn 100-Euro-Scheinen in der Hosentasche gehabt. Das Bündel sei ihr wohl herausgerutscht. Der Polizist freilich konnte der Frau mehr als nur Trost spenden. Er übergab ihr den verlorenen Betrag. Überglücklich ließ sich die 47-Jährige nicht lumpen und hinterließ dem ehrlichen Finder 100€ Euro Finderlohn. 

Der Vorfall auf der Mainburger Straße ist bereits der zweite spektakuläre Fund in Freising binnen kürzester Zeit. Am 21. Februar 2017 hatte eine Sozialhilfeempfängerin beim Gebrauchtwaren-Laden Rentabel der Caritas Freising eine Schachtel mit Strümpfen gekauft. In der vermeintlich noch original verschlossenen Box befanden sich 26.000 Euro. Auch diese Finderin, eine Sozialhilfeempfängerin aus Freising, brachte das Geld zur Polizei. Einziger Unterschied zum aktuellen Fall: Es fand sich kein tränenüberströmter Mensch, der das Geld vermisst hätte. Der Riesen-Betrag in der Schuhschachtel stammte nämlich aus einem Nachlass. Das Geld wurde inzwischen vom Amtsgericht Freising in Empfang genommen.

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