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Sie haben beste Zukunftsaussichten, die erfolgreichen Absolventen aus dem Landkreis Freising: (ab 2. v. l.) Sebastian Maier (Fluggerät-Mechaniker), Peter Klöble (Industriemechaniker), Sandra Taschner (Kauffrau für Büromanagement), Thomas Neumaier (Industriemechaniker), Stefan Schapfl (Elektroniker für Betriebstechnik), Stefan Kronthaler (Industriemechaniker), Andrea Lengmüller (Kauffrau für Büromanagement), David Rauter (Kaufmann im Einzelhandel), Theresa Polz (Chemie-Laborantin), Michael Wieand (Anlagenmechaniker), Allegra Louisa Fiorentino (Technische Produktdesignerin), Nikola Lulic (Fachinformatiker) und Tobias Deichmann (Kaufmann im Einzelhandel). Freisings Vize-Landrat Robert Scholz (l.) und IHK-Vorsitzender Otto Heinz (r.) gratulierten.

Gut gerüstet fürs Berufsleben 

„Hervorragender Grundstein“: 13 Freisinger Azubis beim IHK-Bestenfrühstück geehrt

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Sie haben herausragende Leistungen erzielt: Dafür wurden nun 13 Auszubildende aus dem Landkreis Freising beim IHK-Bestenfrühstück geehrt. 

Landkreis – Das Beste kommt zum Wochenstart: Der Montag als Bayerischer Tag der Ausbildung läutete die Aktionswoche für Aus- und Weiterbildung ein. Passend dazu hatte der IHK-Regionalauschschuss Erding-Freising in die Freisinger Orangerie eingeladen. Dort fand bereits zum fünften Mal das sogenannte Bestenfrühstück statt, bei dem heuer 20 Nachwuchskräfte geehrt wurden.

Otto Heinz, Vorsitzender des Regionalausschusses, begrüßte neben den sieben besten Azubis aus dem Landkreis Erding und den 13 besten aus dem Kreis Freising auch zahlreiche Unternehmensvertreter, Ausbilder, Eltern und Freunde. Ersteren gratulierte Heinz zu ihrer Leistung, letzteren dankte er für den Einsatz und die Unterstützung während der Lehrzeit.

Heinz setzt auf „Praxiserfahrung und Willen“

Die wichtigste Aufgabe der IHK sei, junge Frauen und Männer fit für den Beruf zu machen. An diese gerichtet, sagte er: „Die abgeschlossene Ausbildung ist nicht das Ende des Weges, sondern vielmehr der Anfang.“ Die 20 Besten hätten einen „hervorragenden Grundstein“ gelegt. In Zukunft gelte es, diese Basis weiter auszubauen. Der Start ins Berufsleben sollte den jungen Erwachsenen in Zeiten des Fachkräftemangels nicht allzu schwer fallen. Zum September seien in den Landkreisen Freising und Erding noch 860 Lehrstellen unbesetzt gewesen. Der Fachkräftemangel, besonders in Verbindung mit einer Art „Akademisierungswahn“ setze den Betrieben zu. Heinz vom gleichnamigen Moosburger Entsorgungsunternehmen betonte, in seinem Betrieb gebe es 600 Mitarbeiter, aber keine zehn Akademiker. „Wer Praxiserfahrung und Willen mitbringt, bringt uns mehr.“ Er plädierte dafür, den Wert einer Ausbildung mehr nach außen zu tragen.

Erdings stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer knüpfte an diese Gedanken an: „Es gibt keine Untersuchung, die bewiesen hat, dass die Welt mit einer steigenden Zahl an Akademikern besser geworden ist.“ Vielmehr sollte darauf geachtet werden, „die Bodenständigkeit nicht zu verlieren“. Das bedeute freilich nicht, nur sein eigenes Süppchen zu kochen, sondern auch über den Tellerrand zu blicken und sich national wie international fortzubilden.

„Ausbildung bietet sehr gute Perspektiven“

Robert Scholz, Freisings Vize-Landrat, erläuterte, dass im Landkreis Erding heuer 285 Frauen und Männer ihre Ausbildung beendet hätten, im Kreis Freising seien es 560 gewesen. In Freising würden derzeit 63 verschiedene IHK-Berufe gelehrt, in Erding seien es 51. „Eine solche Ausbildung bietet sehr gute Perspektiven“, betonte Scholz. Einer Umfrage zufolge seien 78 Prozent der befragten Unternehmen in der Region von ihrem Standort überzeugt, gerade was Infrastruktur und Energieversorgung angehe.

Wohnraum, Grundstückspreise, Verkehr und vor allem der Fachkräftemangel seien jedoch Probleme, die es zügig zu lösen gelte. Der Kreis Freising als Bildungsregion arbeite kontinuierlich daran, mehr junge Leute für eine Ausbildung zu begeistern. Diese sei schließlich „genauso zukunftsfähig“ wie eine akademische Laufbahn. Heinz gab den 16 jungen Menschen noch einen persönlichen Rat: kritisch und weltoffen zu bleiben. „Sie sind die Besten – und Sie sind ein kleiner Teil in der Demokratie, in der wir leben dürfen. Kämpfen Sie auch darum!“

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