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Hand aufs Herz: Bei der Marseillaise wurden alle zu patriotischen Franzosen – Teil der musikalischen Weltreise.

3-Klang-Familienkonzert im Sainerhaus

Mit viel Schwung um den Globus

„Alles einsteigen“ hieß es beim Familienkonzert der Freisinger Musikschule 3klang am Samstag im Sainerhaus. Viele Länder standen auf der Route, als Alice Paper-Burghardt und Frank Selzle gemeinsam mit ihren Gästen rund um den Globus reisten. „In 60 Minuten um die Welt“, lautete das Motto.

Freising – Das „Prelude“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier wurde in der Vergangenheit gerne als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen im Rahmen der Eurovision im Samstagsabend-Programm verwendet. Am diesem Samstagnachmittag war es Auftakt für ein turbulentes Konzert, bei dem gerne mitgesungen werden durfte. Als erstes begrüßten die beiden Musiker selbstverständlich die Gäste aus Freising. „Da gibt es doch so einen berühmten Komponisten aus Deutschland?“ Frank Selzle legte den Finger an die Wange: „Richtig, Ludwig van Beethoven heißt er“. Und schon ging es los mit der wohl berühmtesten Ode aller Zeiten, der „Freude schöner Götterfunken“. Und wer sich von der „noble Queen“, Königin Elisabeth von England, schon immer gerne einmal zuwinken lassen wollte, der war beim Familienkonzert ganz richtig gelandet. Denn im Handumdrehen war die kleine Paula als Königin gekrönt, die ihrem „Volk“, den Gästen, dann auch gleich huldvoll im typischen Stil der Monarchin zuwinkte. Nicht irgendein beliebiges Winken oder Wedeln war das: Nein, ganz akkurat, wie man das von Queen Elisabeth gewohnt ist.

Die Marseillaise, die Nationalhymne von Frankreich, musste anschließend im Stehen gesungen werden, mit Hand auf dem Herzen: Die Zuhörer machten hier belustigt und begeistert mit. Bei der Arie der Rosina „Una voce“ aus der Oper „Il barbiere di Sevilla“ von Gioachino Rossini gab es für das Publikum süße Schokorosinen zu vernaschen. Einen kleinen Abstecher wagten Paper-Burghardt und Selzle auf ihrer Weltreise dann nach Indien und Japan. Selbstverständlich wurde auch hier landestypische Musik angestimmt. Als „Star-Spangled Banner“, die Nationalhymne der USA, angestimmt wurde, hatten sich die Gäste schon bestens eingesungen. Und für alle „Drei- Tenöre“-Fans gab es zum Schluss noch ein schmelzendes „O sole mio“.

Fazit: ein liebevoll konzipiertes Konzert, dem man gerne noch mehr Zuhörer gewünscht hätte.

Maria Martin

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