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Ein Rücktritt als 3. Landrätin kommt für Birgit Mooser-Niefanger nicht in Frage: Die ehemalige Grüne, die Ende 2016 in das Lager von Christian Fiedler (r.) und der FSM gewechselt ist, will die Abstimmung im Kreistag abwarten.

Kreistagsantrag gestellt

3. Landrätin: Grüne wollen Mooser-Niefangers Ablösung

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Freising – Nach ihrem plötzlichen Wechsel von den Grünen zur Freisinger Mitte (FSM) muss Birgit Mooser-Niefanger um ihren Posten als 3. Landrätin bangen. Ihre ehemaligen Fraktionskollegen streben ihre Abberufung an und wollen an ihrer Stelle Barbara Prügl als neue Stellvertreterin installieren. Den Antrag haben die Grünen bereits eingereicht.

„Gemeinsame, fraktionsübergreifende Basis zu Beginn der Amtszeit dieses Kreistages im Mai 2014 war es, dass sich die Mehrheiten im Kreistag auch in der Landkreisspitze widerspiegeln sollten“, heißt es in der Pressemitteilung, die von den Grünen-Kreisräten Claudia Bosse und Toni Wollschläger unterzeichnet wurde. Bisher sei das dadurch gewährleistet gewesen, dass die drei stärksten Fraktionen den Landkreis nach außen repräsentierten: für die CSU Landrat Josef Hauner, für die Freien Wähler als sein Stellvertreter Robert Scholz und für die Grünen als weitere Stellvertreterin Birgit Mooser-Niefanger. Durch den Wechsel von Birgit Mooser-Niefanger zur Fraktion der FSM Ende 2016 habe sich das geändert. „Selbstverständlich wird der Wechsel von Frau Mooser-Niefanger als ihre persönliche Entscheidung respektiert“, betonen die Grünen. „Entsprechend der bisherigen gemeinsamen Linie sollte das Amt der weiteren Stellvertreterin des Landrats aber wieder bei den Grünen liegen.“

Auf FT-Nachfrage sagte Bosse, dass die Fraktion mit Mooser-Niefanger nicht persönlich gesprochen habe. Die Neufahrnerin betonte aber: „Es wurden alle Fraktionen informiert.“

Die 3. Landrätin, die derzeit in Wolfsburg weilt, erfuhr vom Vorstoß der Grünen über das FT. „Die Sache kommt für mich aber nicht ganz überraschend“, erklärte sie. „Für mich ist es in Ordnung, diesen Antrag zu stellen.“ Von ihrem Posten zurücktreten will die Freisingerin aber nicht. Sie habe vor einigen Jahren sehr darum gekämpft, Landrätin zu werden, und engagiere sich auch gerne als Stellvertreterin. „Jetzt zu sagen, ich möchte das nicht mehr weitermachen, wäre eine falsche Aussage“, betont sie und ergänzt: „Ich habe mich weder inhaltlich noch als Mensch verändert.“ Der Abstimmung im Kreistag sehe sie „einigermaßen entspannt“ entgegen.

Geht es nach den Grünen, soll Barbara Prügl Nachfolgerin von Mooser-Niefanger werden. Wie es in der Mitteilung heißt, würde sich die Kreisrätin aus Au gerne in den nächsten drei Jahren für den Landkreis einsetzen. Prügl betonte aber ausdrücklich, dass sie 2020 nicht für den Chefposten im Landratsamt kandidieren werde.

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