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Im Sattel sitzt Martin Vogt schon lange: Seit 25 Jahren ist er Rennradler. Jetzt aber geht’s auf die ganz, ganz lange Tour.

Trip mit dem Fahrrad

7800 Kilometer: Freisinger will von Moskau nach Peking strampeln

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Mit dem Rad kann man auch weite Strecken zurücklegen: an den Gardasee zum Beispiel oder in die Berge. Martin Vogt (62) aus Freising ist da sogar noch einen Tick sportlicher: Er radelt von Moskau nach Peking.

7800 Kilometer, ewig lange Passagen außerhalb der Zivilisation und brennende Oberschenkel: Wenn Martin Vogt vom 7. Juni bis 28. August auf dem Rad ist, fährt er durch ganz Russland bis nach China.

Nach 30 Jahren, in denen er sein eigenes Ingenieurbüro hat, will er ruhige Momente genießen, für sich sein. „Irgendwann muss man mal raus“, sagt Vogt. Einen Stolperstein gab es bei der Idee aber: „Das musste ich natürlich erstmal mit meiner Frau klären“, sagt Vogt und lacht. Als die aber letztlich keine Einwände erhob, stand seine Entscheidung fest. Drei Monate raus aus dem Alltag, nicht dauernd angerufen werden und einiges von der Welt sehen – das alles reizt ihn. Und das wird für ihn jetzt Wirklichkeit.

Die Idee kam ihm nicht etwa beim Radeln. Als passionierter Radsportler – er fährt seit 25 Jahren Rennrad – sitzt er nämlich nicht nur auf dem Drahtesel, sondern beschäftigt sich auch mit den Fachzeitschriften. Und da fiel ihm eine Anzeige ins Auge: 7800 Kilometer von Moskau nach Peking auf dem Fahrrad, tausende Kilometer ohne Zivilisation – das klang hervorragend. Er meldete sich an – und schon war er einer von 24 Teilnehmern. Das war vor anderthalb Jahren.

Jetzt steht die Reise unmittelbar bevor. Die letzten Planungen laufen, schließlich will er nichts vergessen. Eine Packliste gibt es vom Veranstalter, eine große Reisebroschüre kam per Post. Nur packen muss er selbst. Praktisch ist aber, dass ein paar Busse die Reise begleiten – allerdings nur als Schlafmöglichkeit, wenn man irgendwo im Nirgendwo unterwegs ist. Mal kurz ein paar Kilometer mitfahren – das geht nicht. Und ist schließlich auch nicht der Sinn der Tour.

Dass Vogt an seine Grenzen gehen muss, ist klar. Für ihn ist eine solche Erfahrung auch komplett neu: „Bisher war ich immer der Typ, der normal im Hotel Urlaub gemacht hat“, sagt er und lacht. Jetzt verbringt er die meiste Zeit der Tour auf dem Rad – 110 bis 150 Kilometer sollen es pro Tag werden. „Lichtblicke“ gibt es in den großen Städten: Da wird auch mal ein Tag Ruhepause eingebaut, bevor es weitergeht. So kann man wenigstens noch etwas Kultur mitnehmen.

Aber bevor es mit dem Flugzeug nach Riga (Lettland) und von dort aus mit dem Bus zum Startpunkt Moskau geht, ist Vogt schwer beschäftigt. Er will aus seiner Radtour eine Benefizaktion machen. „Für jeden gefahrenen Kilometer können Sponsoren etwas spenden“, sagt Vogt. Im Klartext: Einigt man sich auf zehn Cent pro Kilometer, kommen im Endeffekt 780 Euro herum – und das für Freisinger Institutionen, die auf Spenden angewiesen sind. Übergeben will er die Spenden bei der Eröffnung des H&M in Freising, weil er mit seinem Büro dort involviert ist.

Gut zu wissen

Wer spenden möchte, meldet sich bitte per E-Mail: martin.vogt@der-vogt.de. Möglich ist auch, einen festen Betrag zu spenden.

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